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Adelstitel

Wo die Prinzenrolle noch erlaubt ist

Karl Habsburg darf weiterhin kein „von“ sein, entschied der Verfassungsgerichtshof.
Karl Habsburg darf weiterhin kein „von“ sein, entschied der Verfassungsgerichtshof.(c) Starpix / picturedesk.com (Starpix)
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Das Adelsaufhebungsgesetz sei weiter anzuwenden, betonten heuer die Höchstrichter. Doch nicht immer und überall verschließt sich der österreichische Staat Adelstiteln. So findet man im Grundbuch immer noch Prinzen.

Wien. „Es amüsiert und erstaunt mich zugleich“, schreibt eine Leserin der „Presse“. Da werde in den vergangenen Wochen über das Adelsprädikat von Karl Habsburg diskutiert. Und dann finde sich sogar in Grundbucheinträgen der Hinweis  darauf, dass ein Prinz und eine Prinzessin hierzulande Immobilienbesitz haben. Messen die österreichischen Behörden also mit zweierlei Maß?

Konkret hat die Leserin Grundbucheinträge von „Liechtenstein Alfred Prinz von und zu“ sowie von „Liechtenstein Alice Prinzessin von und zu“ gefunden. Auch auf der Homepage seiner weststeirischen Firma (einem Säge- und Hobelwerk) firmiert der Mann als „Prinz DI Alfred Liechtenstein“. Auf den ersten Blick ein gefährliches Terrain, wurde Karl Habsburg doch (nicht rechtskräftig) verurteilt, weil er sich auf seiner Homepage als „von Habsburg“ tituliert hatte.