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(v.l.) Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser am 17. Oktober 2019 nach einem Sondierungsgespräch mit der ÖVP in Wien.
Thesen für 2020

Was bleibt noch von der SPÖ, wenn Wien verloren geht?

Die SPÖ ist 2019 in eine Krise geraten. Die könnte sich im nächsten Jahr fortsetzen und noch verschärfen.

Im Augenblick sind alle Scheinwerfer auf die Regierungsverhandlungen gerichtet. Schaffen Türkis und Grün eine Koalition, kommen die Grünen erstmals in eine Regierung? Das Ergebnis wird zweifellos Österreich im kommenden Jahr prägen. Aber abseits dieses Themas spielt sich eine nicht minder weitreichende Entwicklung ab: Wie geht es mit der SPÖ weiter? Die Sozialdemokraten sind einer der Wahlverlierer bei der Nationalratswahl, sie sind weit von jeder Regierungsbeteiligung entfernt und liegen in Umfragen nur noch bei 18 Prozent. Geht der Trend so weiter, könnten sie sogar auf Platz vier hinter den Grünen und der FPÖ abrutschen.

Entscheidend wird aber die Wien-Wahl im kommenden Jahr. Lang schien es undenkbar, aber: Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass die SPÖ immer den Wiener Bürgermeister stellen muss. Die FPÖ stellt schon länger (bislang allerdings erfolglos) den Führungsanspruch in der Bundeshauptstadt, die ÖVP wird diesmal selbiges tun. Und die Neos wären durchaus bereit, einen nicht sozialdemokratischen Bürgermeister zu unterstützen. Auch bei den Grünen ist das nicht ausgeschlossen, so sie nicht eine Koalition mit der FPÖ eingehen müssten. Wien kann für die Sozialdemokraten durchaus verloren gehen. Und wenn Wien verloren geht: Was bleibt dann noch übrig von der SPÖ?