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Slowenien

Neo-Ministerin Mlinar schließt Rückkehr nach Österreich nicht aus

Angelika Mlinar
Angelika Mlinar(c) imago/ZUMA Press
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„Das Leben ist lang und unvorhersehbar", sagt die neue slowenische Kohäsionsministerin Angelika Mlinar. Mit den Neos sei sie immer noch „sehr verbunden“.

Die neue slowenische Kohäsionsministerin Angelika Mlinar hat eine Rückkehr in die österreichische Politik nicht ausgeschlossen. "Das ist alles offen. Das Leben ist lang und unvorhersehbar", sagte Mlinar am Montag im Ö1-Mittagsjournal. "Ich bin sehr verbunden meiner Partei, den Neos in Österreich, und ich bin auch sehr angetan von der Performance, die diese meine Partei hinlegt."

"Ich bin jetzt Ministerin in Slowenien. Ich bin aber im Herzen einfach Europäerin", betonte Mlinar. Ihr Engagement in Slowenien wertete sie als einen der "Pionierschritte" zur Überwindung der nationalen Grenzen in Europa. Slowenien habe mit ihrer Ernennung einen "mutigen Schritt getan", doch sei man noch "weit entfernt, die nationalen Grenzen ganz zu vergessen".

„Gewusst, dass das kein Spaziergang werden wird"

Die ersten zwei Wochen seit ihrer Wahl zur Ministerin seien "turbulent" gewesen. "Ich habe gewusst, dass das kein Spaziergang werden wird", sagte die am 19. Dezember mit 44 zu 43 Stimmen vom Parlament in Ljubljana zum Regierungsmitglied gewählte frühere Neos-Europaabgeordnete. Mlinar betonte, dass sie weder die Kandidatur für die liberale Partei von Alenka Bratusek (SAB) bei der Europawahl im Mai noch jene für das Ministeramt angestrebt habe. Sie nehme ihre Regierungsfunktion "als Herausforderung und Geschenk". Als Kohäsionsministerin ist sie für die Verteilung der EU-Fördermittel in Slowenien zuständig.

Mit Blick auf die im Eilverfahren erteilte slowenische Staatsbürgerschaft sagte Mlinar, dass sie diese eigentlich schon vor sieben Jahren angenommen hätte, wenn die österreichische Gesetzgebung in Sachen Doppelstaatsbürgerschaften nicht so restriktiv gewesen wäre. Nun sei sie der Republik Österreich "sehr dankbar, dass die Geschichte mit der Staatsbürgerschaft so gut über die Bühne gegangen ist".

(APA)