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Neujahrskonzert

Schwere Kavallerie und leichte Petitessen: Neujahrskonzert mit Andris Nelsons

Andris Nelsons bei seinem Debüt als Dirigent des Neujahrskonzerts.
Andris Nelsons bei seinem Debüt als Dirigent des Neujahrskonzerts.(c) APA (Herbert Neubauer)
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Debütant Andris Nelsons schießt in Lautstärke und Kontrastwirkungen oft übers Ziel hinaus, punktet aber überraschend bei den kleinen Stücken. 2021 kehrt Riccardo Muti ans Pult zurück.

Sympathisch wirkt er ja. Andris Nelsons ist noch gar nicht richtig durch die Tür aufs Podium getreten, da gibt er beim Radetzkymarsch dem Schlagzeug schon das Zeichen. Was die fundamentale Organisation anlangt, hat sich der Dirigent dadurch überflüssig gemacht: Das Tempo steht fest, und das Orchester weiß im Schlaf, wann es einzusetzen hat. Und so verzichtet Nelsons in der Folge fast völlig darauf, die Wiener Philharmoniker im eigentlichen Sinn zu leiten, kehrt ihnen meist den Rücken zu und konzentriert sich mit seinen meist weit ausladenden, groß rudernden Gesten und blitzenden Augen lieber aufs Publikum.