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Ruheoasen

Luxushotellerie: Neue Betten für das neue Jahr

Emerald Maldives auf den Malediven
Emerald Maldives auf den Malediven(C) Segara, Zannier
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Von den Korallenriffen der Malediven bis zu den Reisfeldern Vietnams lassen sich Designer und Architekten neue Konzepte einfallen, um ihre Klientel zu begeistern. Mit Sterneküche, Kunst – und dem unverzichtbaren Yogaraum.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub – vor allem, wenn dieser zwar schön, aber auch voller Trubel, Verwandtschaft und jeder Menge Festtagsessen war. Inzwischen ist das meiste verdaut, die Schwiegermutter wieder daheim und das letzte Geschenk umgetauscht. Zeit, sich entweder an einen Ort zu begeben, an dem Ruhe herrscht und die Seele baumeln kann. Oder zumindest mit der Planung zu beginnen, wo es hingehen soll, wenn die nächste Reise ansteht. Auswahl gibt es genug, 2020 locken jede Menge neuer oder renovierter Hotelprojekte rund um den Globus mit ganz unterschiedlichen Arten von luxuriösen Ruheoasen.

 

•Design auf den Malediven

Frisch eröffnet ist beispielsweise das neue Emerald Maldives Resort und Spa, das seit dem 4. Dezember mit neuem Konzept auf anspruchsvolle Wellness-Gäste wartet. Als Rückzugsort für Paare angelegt, trifft hier singapurisches auf italienisches Design, die Mischung wurde von US-Architekt Edward David Poole konzipiert. In 60 Strand- und 60 Überwasservillen finden sich maritim dekorierte Schlafzimmer mit großen Marmorbädern unter hohen Schilfdächern, einige der Villen haben private Jacuzzis oder Pools und alle einen garantiert unverbaubaren Meerblick. Für den Wellness-Teil des Urlaubs gibt es neben zehn klimatisierten Behandlungsräumen ein türkisches Bad, ein Jacuzzi, eine Sauna und einen Yoga-Pavillon. Auf sportlichere Charaktere warten zwei große Tennisplätze, Paddlecourts, ein Fitnessstudio samt Personal Trainer und natürlich jede Menge Tauchgelegenheiten am umlaufenden Hausriff im Raa-Atoll. Bezüglich Kulinarik stehen gleich vier Restaurants zur Verfügung, deren Angebote von Live-Kochshows bis zu südamerikanischen Grillzeremonien und asiatischen Menüs reichen, die im All-inclusive-Paket enthalten sind. Dieses beginnt bei gut 520 Euro pro Zimmer, Nacht und zwei Personen, Infos unter www.emerald-maldives.com.

 

•Verneigung in Vietnam

Die französische Zannier-Gruppe eröffnet heuer ihr erstes Haus in Vietnam, das wie alle anderen Zannier-Häuser dem Leonardo-da-Vinci-Motto „Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“ folgen soll. Diese setzt im Bãi San Hô – was auf Vietnamesisch „Bucht der Korallen“ bedeutet – auf die Einbindung der lokalen Architektur und Kultur. Hier verschmelzen die drei unterschiedlichen Typen der insgesamt 71 Villen mit den Reisfeldern und dschungelbewachsenen Hügeln der Umgebung und verstehen sich als Reminiszenzen an die Stämme der örtlichen Bevölkerung. So sind die Hügelvillen mit Pool als Verneigung vor dem Eden-Stamm gedacht, die Strandvillen erinnern an die typischen Häuser des Cham-Stammes und die Cluster-Villen in der Nähe der Reisfelder sind auf traditionellen Stelzen erbaut. Außer den Villen finden sich auf dem knapp 100 Hektar großen Areal in der Provinz Phú Yên neben einem kilometerlangen Sandstrand drei Restaurants und zwei Bars, ein großer Infinity-Pool, Tennisplätze, jede Menge Wassersportangebote und ein Fitnessbereich; außerdem ein Yogastudio und ein Spabereich. Geplant ist die Eröffnung in der zweiten Jahreshälfte, Informationen werden unter www.zannierhotels.com/en/bai-san-ho nach und nach ergänzt.

 

•Kunst auf Capri

Bereits im April will die in Dubai ansässige Jumeirah Group ein weiteres Haus in Europa, genauer gesagt in Italien, eröffnen und hier das Capri Palace übernehmen. Die Hotelikone aus den 1960er-Jahren soll am 23. April wiedereröffnet werden, der Schwerpunkt wird dabei auf dem Design und der Kunstsammlung des Hauses liegen.

Ersteres sorgt für helle, weiße Räume mit eleganten Säulen und Deckengewölben, die die Leichtigkeit des Interieurs unterstreichen und damit die Kunstwerke von Miró, Magritte und Warhol bis de Chirico, Keith Haring und Arnaldo Pomodoro zur richtigen Geltung bringen. Bei der Kulinarik gilt ebenfalls das Motto „Höher, schneller, weiter“: Das Hauptrestaurant L'Olivo hat für seine mediterrane Küche und Weinkarte zwei Michelin-Sterne bekommen, Il Riccio, der private Beach Club des Hotels, einen. Und in Sachen Wellness sorgt ein Medical Spa für Spezialbehandlungen aller Art auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung für einen eigenen Standard. Die Zimmerpreise beginnen bei 434 Euro pro Zimmer, Infos unter www.capripalace.com.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2020)