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20er-Jahre

Der fliegende Mensch

Die Faszination des Fliegens, der Österreicher Herald Reinl demonstrierte sie eindrucksvoll.
Die Faszination des Fliegens, der Österreicher Herald Reinl demonstrierte sie eindrucksvoll.(c) Austrian Archives(S) / Imagno / picturedesk.com

Das, wovon das Skispringen in der Gegenwart profitiert, hat in den 1920er-Jahren seinen Ursprung: die ersten Winterspiele 1924 in Chamonix, der Bau der Bergisel-Schanze 1927 etc. – Events und Stadien sind die Bühnen dieser Flugshow.

Bei der 68. Vierschanzentournee, die am Samstag traditionell auch auf den Bergisel zum dritten Springen dieser Winterserie lockte, wird wohl keiner mehr an den Gasteiner Heinrich Mayerl gedacht haben. Er war der erste Sieger auf dieser in der Gegenwart so ruhmreichen, ja mysteriös-traditionellen Heimschanze der Adler mit dem grandiosen Panoramablick ins Inntal. Dem löffelförmigen Monument auf dem Gegenhang der Nordkette, dem Wahrzeichen der Stadt. Es war der 23. Jänner 1927, Mayerl hob ab – und landete als Weitester bei 47,5 Metern.