Schnellauswahl
Iran-Konflikt

Zahlreiche Airlines meiden vorerst Luftraum über Iran und Irak

THEMENBILD: AUSTRIAN AIRLINES (AUA) / LUFTHANS
ArchivbildAPA/ROLAND SCHLAGER

Die AUA strich Flug nach Erbil, führt den nach Teheran aber mit
Verspätung durch. Auch asiatische Airlines umgehen den Luftraum  über den beiden Ländern.

Zahlreiche Fluggesellschaften weltweit haben am Mittwoch ihre Flüge über dem Iran und Irak vorerst gestoppt, auch AUA und Lufthansa. Grund sind die iranischen Raketenangriffe auf internationale Militärstützpunkte im Irak. Die US-Luftfahrtaufsicht verbot Airlines aus den USA den Überflug über die gesamte Golfregion.

Austrian Airlines hat vorsorglich die heutige Rotation nach Erbil im Nordirak und retour gestrichen. Der Flug nach Teheran werde hingegen mit rund sechs Stunden Verspätung um 19.25 Uhr durchgeführt, da der Flughafen Teheran offen sei und es für die Anflugsroute sowie den Bereich um den Flughafen keine Sicherheitseinschränkungen gebe, so eine Sprecherin zur APA. Überflüge des Iran und Irak seien für die gesamte Lufthansa Group ausgesetzt.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte, die Flüge über den Irak und Iran würden umgeleitet - das werde sich auf die Dauer der betroffenen Flüge auswirken. Details stünden noch nicht fest. Die Airline strich ihren für Mittwoch geplanten Flug von Frankfurt am Main nach Teheran sowie eine für Samstag angesetzte Verbindung nach Erbil im Nordirak.

Auch Air France stoppt Überflüge

Auch die französische Fluggesellschaft Air France stoppte als "Vorsichtsmaßnahme" bis auf Weiteres Überflüge über dem Iran und Irak, ebenso die Schwestergesellschaft KLM aus den Niederlanden.

Die polnische LOT hatte bereits am Wochenende ihre Flüge umgeleitet, um den iranischen Luftraum zu meiden. Emirates aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Flydubai erklärten am Mittwoch, sie hätten ihre Flüge nach Bagdad aus "operationellen Gründen" gestrichen.

Auch Qantas aus Australien, Singapore Airlines, Malaysia Airlines und die indischen Airlines Air India und Air India Express teilten mit, sie hätten ihre Flüge über der Golfregion bis auf Weiteres umgeleitet. Vietnam Airlines, ANA und JAL aus Japan sowie Cathay Pacific mit Sitz in Hongkong fliegen nach eigenen Angaben nicht über den Iran und Irak.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA teilte in der Nacht zum Mittwoch (MEZ) mit, sie habe US-Passagiermaschinen den Überflug über den Irak, den Iran, den Persischen Golf sowie den Golf von Oman untersagt. Sie werde die Ereignisse in der Golfregion "weiter genau verfolgen".

Der Iran hatte in der Nacht zum Mittwoch mit Raketen US-Militärstützpunkte im Irak angegriffen. Daraufhin untersagte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA US-Flugzeugen die Nutzung des Luftraums in Teilen des Nahen Ostens. Über dem Persischen Golf, dem Golf vom Oman, im Irak und im Iran dürften in den USA registrierte Flugzeuge "wegen erhöhter militärischer Aktivitäten und steigender politischer Spannungen" nicht mehr operieren, hieß es in einer Mitteilung am Dienstag (Ortszeit).

(APA/dpa/Reuters)