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Abendbriefing

Die Rache des Iran, die Rochaden der FPÖ und die Rechnung der Reiterstaffel: Der Mittwoch im Rückblick

Wir lassen den Tag Revue passieren, geben Tipps für den Abend und blicken auf morgen.

Nach dem Angriff des Iran auf US-Militärstützpunkte im Irak hat die Welt heute gespannt auf die Reaktion von Donald Trump gewartet. Nach einer ersten knappen Reaktion ("Alles ist gut!"), wie üblich via Twitter, ließ sich der US-Präsident Zeit. Erst gegen 11:30 Uhr (17:30 MEZ) trat er mit ernster Miene, umrahmt von Militärs, vor die Kameras und betonte, dass keine Amerikaner verletzt worden seien. Die Europäer und China sollten endlich vom Atomdeal Abstand nehmen, dessen Gelder den Terrorismus des Iran mitfinanziert hätten. Mehr dazu.

Mit den Raketenschlägen übte der Iran Rache für die Liquidierung von General Qasem Soleimani in der vorigen Woche. Sie waren vor allem als symbolische Vergeltung gedacht und weniger als Versuch, Schaden anzurichten, wie Korrespondent Thomas Seibert analysiert. Mehr dazu [premium]

Was Sie heute noch wissen sollten

Der Abgang der Generalsekretäre. Harald Vilimsky und Christian Hafenecker haben ihre Funktionen als Generalsekretäre der FPÖ zurückgelegt. Nachfolger wird Michael Schnedlitz, ein Vertrauter des niederösterreichischen Landesparteichefs Udo Landbauer. Mehr dazu.

Die Kosten der Polizeipferde. Die umstrittene und mittlerweile gestoppte Projekt „berittene Polizei“ von Ex-FPÖ-Innenminister Herbert Kickl hat bisher 2,3 Millionen Euro gekostet. Das geht aus parlamentarischen Anfragebeantwortungen an die SPÖ und die Neos hervor. Mehr dazu.

Der Einstand der Regierung. Die neue türkis-grüne Regierung hat ihren ersten Ministerrat absolviert, der ganz im Zeichen der Budgetplanung gestanden sein dürfte. Konkrete Inhalte wurden nicht genannt. Das Budget für 2020 werde keine „größere Revolution“ auslösen - die soll dann 2021 folgen, in Form der geplanten Steuerreform. Mehr dazu.

Der Rückzug des Herzogspaars. Prinz Harry und seine Frau Meghan wollen sich aus der ersten Reihe der Royals zurückziehen. Das Paar will künftig mehr Zeit in Nordamerika verbringen und auch finanziell unabhängiger vom britischen Königshaus werden. Mehr dazu.

Welche Magazin-Stücke Sie noch lesen könnten

Eine Tennis-Legende als letztes Puzzlestück. Thomas Muster und Dominic Thiem werden heuer für 20 Wochen gemeinsam auf Tour sein. Muster wäre nicht der erste „Supercoach“, der seinem Schützling zum Durchbruch verhilft, analysiert Josef Ebner. Mehr dazu [premium]

Ein Star-Dirigent in Wien. Riccardo Muti ist mit dem Chicago Symphony Orchestra zu Gast in Österreich. Im Interview mit Walter Weidringer spricht er über die bedrohte Musiktradition Europas, sein jugendliches Aussehen und das kommende Neujahrskonzert. Mehr dazu [premium]

Zitat des Tages

"Die Kardinäle und Bischöfe sind alle schwarz, die Ministranten alle grün."

FPÖ-Klubchef Herbert Kickl befindet, dass sich die Grünen in den Koalitionsverhandlungen über den Tisch häten ziehen lassen.

Worüber heute diskutiert wird

Gasförmiges Zwentendorf? Die neue Regierung will bis 2040 alle fossilen Brennstoffe aus der Wärmeerzeugung verbannt haben. Eine Million österreichischer Haushalte, die mit Gas heizen, werden sich also mit Alternativen befassen müssen. Dabei wurde das österreichische Erdgasnetz mit Milliardenaufwand zu einem der dichtesten der Welt aufgeblasen - ein schönes Beispiel für die Weitsichtigkeit der heimischen Energiepolitik, wie Josef Urschitz kritisiert. Was meinen Sie?

Tipps für den Abend

Lieder nach geheimen Regeln. Mit „Inward Outward“ hat die österreichische Sängerin Lylit ihr verspätetes Debütalbum vorgelegt. Ihre charismatische Singstimme ist vielleicht die beste, die es in diesem Land gibt, lobt Samir H. Köck. Mehr dazu [premium]

Hoffen auf Trendwende. Österreichs Slalom-Männer leiden in diesem Winter unter Pleiten und Pannen. Heute Abend soll es in Madonna di Campiglio unter Flutlicht besser werden - ab 17.45 Uhr, 2. Lauf ab 20.45, live in ORF 1.

Was morgen passiert

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat nach dem Vergeltungsangriff des Irans für Donnerstag eine Reise in den Irak angekündigt, die dazu beitragen soll, die Spannungen in der Region zu mindern.

Im Vorfeld der nächstwöchigen Branchenmessen (Ferienmesse, Vienna Autoshow) präsentieren einige Unternehmen ihre Erwartungen: TUI Austria kennt die Reisetrends im Sommer 2020, Mitsubishi äußert sich zum Autojahr 2020. Außerdem wird berichtet, was sich die junge Wirtschaft von der Konjunktur und von der neuen Regierung erwartet.

Bild des Tages

AFP

Ein Standbild aus einem Video der iranischen Nachrichtenagentur Fars, das den Angriff auf US-Stützpunkte im Irak zeigen soll.

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