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Erste Bank will Anteil der Wertpapierkunden verdoppeln

Symbolbild Wiener Börse
Symbolbild Wiener BörseBloomberg
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Erste-Bank-Chef Bosek stellt die Sinnhaftigkeit einer neuen Bank in Österreich in Frage.

Die Erste Bank Österreich will den Anteil von Wertpapierkunden - derzeit 15 Prozent - in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Dieses Ziel peilt Peter Bosek an, der seit einem halben Jahr Vorstandschef der Österreich-Tochter der börsennotierten Erste Group ist.

Tatsache sei, dass man de facto am Aktienmarkt nicht mehr vorbeikomme, wenn man Rendite sehen wolle, sagte Bosek in einem Interview im neuen "Trend". Am sinnvollsten wären regelmäßige Investments in Aktienfonds, "wir denken in Kategorien von etwa 50 Euro im Monat". Der Plan sei, den Kunden da mit neuen günstigeren Produkten entgegenzukommen. Bei Ansparbeträgen von 50 Euro im Monat müssten die aktuellen Gebühren sicher reduziert werden, damit dem Anleger mehr übrig bleibe.

Die österreichische Post startet im April mit einer eigenen Bank. Bosek geht davon aus, dass dort das Produktangebot zu Beginn sehr eingeschränkt sein wird. "Die Frage, die sich für mich stellt: Ist es sinnvoll, dass in Österreich eine neue Bank an den Start geht, und ist es sinnvoll, dass das ausgerechnet die Post tut? Ich überlege mir ja auch nicht, Briefe auszutragen."

Zu einer von der türkis-grünen Regierung vorgeschlagenen Incentivierung von grünen Krediten erwartet Bosek, dass es in den nächsten zwölf Monaten dazu einen Gesetzestext geben wird. Auf EU-Ebene sei dies schon sehr weit gediehen. "Es gibt eine Liste, was als grün gilt." Allerdings könne sich diese Definition ständig ändern.

(APA)