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Die Blockbuster 2020 – und was sonst noch kommt

BIRDS OF PREY ET LA FANTABULEUSE HISTOIRE DE HARLEY QUINN BIRDS OF PREY, AND THE FANTABULOUS EMANCIPATION OF ONE HARLEY
Margot Robbie spielt die Hauptrolle in "Birds of Prey (And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)"(c) imago images/Prod.DB (Warner Bros. - DC Entertainment)
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Vom neuen James-Bond-Film und Jokers Ex über „Black Widow“ bis zu Steven Spielbergs Remake der „West Side Story": Das Filmjahr 2020 hält einiges bereit. Hier unser Überblick.

1917

Filmstart: 16. Jänner

Bei den Golden Globes erhielt „1917“ überraschend den Hauptpreis für das beste Drama. Vielleicht auch bald einen Oscar? Regie führte Sam Mendes, für die Kamera war Roger Deakins verantwortlich. Die beiden arbeiteten auch beim James-Bond-Film „Skyfall“ zusammen. Ihr Film über den ersten Weltkrieg wirkt so, als wäre er in einer einzigen Einstellung gedreht worden – und spielt auch an einem einzigen Tag: Zwei junge Soldaten müssen einer anderen Einheit eine Nachricht überbringen, um ein Massaker zu verhindern. Gespielt werden sie von George MacKay („Captain Fantastic“) und Dean-Charles Chapman (König Tommen aus „Game of Thrones“).

 

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Emma Watson, Saoirse Ronan, Florence Pugh und Eliza Scanlen in "Little Women"(c) imago images/Prod.DB (Wilson Webb via www.imago-images)

Little Women

Filmstart: 31. Jänner

Greta Gerwig, Liebling des Indiekinos, führte zum zweiten Mal Regie. „Little Women“ handelt von vier Schwestern in den erzkonservativen USA der 1860er auf den Weg der Selbstbestimmung. Louisa May Alcotts Buchvorlage wurde auch in den Neunzigern als „Betty und ihre Schwestern“ verfilmt, damals mit Winona Ryder in der Hauptrolle. Dieses Mal übernahm Saoirse Ronan den Part der kreativen Jo. An ihrer Seite: Emma Watson und „Midsummer“-Star Florence Pugh sowie Timothée Chalamet („The King“, „Call Me By Your Name“).

 

Birds of Prey (And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)

Filmstart: 7. Februar

Die australische Schauspielerin Margot Robbie verkörpert – zum zweiten Mal nach „Suicide Squad“ – die Heldin/Schurkin Harley Quinn. Nach dem fulminanten „Joker“ ist der Film über seine (Ex-)Geliebte die nächste große Hoffnung des DC Universums. So düster wie der „Joker“ dürfte „Birds of Prey“ nicht werden. Der Trailer verspricht Action und schräglustige Momente. Den Bösewicht gibt Ewan McGregor. Für Regsseurin Cathy Yan ist die Millionen-Dollar-Produktion ihr zweiter Film.

Sonic the Hedgehog

Filmstart: 13. Februar

Unter keinem guten Stern steht die Adaption des beliebten Computerspiels „Sonic the Hedgehog“. Eigentlich hätte der Film bereits im November ins Kino kommen sollen. Doch der erste Trailer sorgte für Unmut: Fans waren unzufrieden mit dem Design des superschnellen blauen Igels. Sie fanden dessen Augen und die Zähne unheimlich. Die Figur wurde umgestaltet, der Filmstart verschoben. Nun macht Jim Carrey erst im Februar Jagd auf den Computerspiel-Helden.

 

(c) Legendary Entertainment

Godzilla vs. Kong

Filmstart: 13. März

Zwei Giganten treffen in diesem Film unter der Regie von Horrorfilm-Spezialist Adam Wingard aufeinander. Das verspricht – Achtung, Wortwitz – Monsterunterhaltung. Mit „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown und Schweden-Export Alexander Skarsgård sind auch menschliche Stars zu sehen.

 

Mulan

Filmstart: 26. März

Disney hört nicht auf, die eigenen Zeichentrick-Hits noch einmal zu verfilmen. Nach „Dschungelbuch“, „Die Schöne und das Biest“, „König der Löwen“ etc. ist „Mulan“ dran, mit dem man auch auf dem wachsenden chinesischen Filmmarkt reüssieren möchte. Yifei Liu schlüpft in die Titelrolle der Kämpferin in Männerkleidern. Regisseurin Niki Caro drehte zuvor „Die Frau des Zoodirektors“.

 

A Quiet Place 2

voraussichtlich März

Der Horrorfilm von Regisseur und Schauspieler John Krasinski war 2018 ein Überraschungshit, nun bekommt er eine Fortsetzung. Auch im zweiten Teil müssen alle leise sein, um nicht mörderische Monster anzulocken. Emily Blunt spielt erneut eine Mutter, die mit ihrer gehörlosen Tochter (Millicent Simmonds), ihrem kleinen Sohn und ihrem Neugeborenen ums Überleben kämpft.

 

James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben

voraussichtlich 8. April

Ist das nun der letzte Einsatz von Daniel Craig als 007? Das hat man bei „Spectre“ auch gedacht. Ein Wiedersehen gibt es außerdem mit Christoph Waltz als Bösewicht Blofeld und Léa Seydoux als Bonds Geliebter. Der große Gegner heißt dieses Mal aber Rami Malek, der für seine Freddie-Mercury-Darstellung einen Oscar erhielt. Neu ist auch Cary Joji Fukunaga („True Detective“, „Beast of No Nation“) am Regiestuhl. Insgesamt darf man sich gute Unterhaltung erwarten.

 

Fast & Furious 9

20. April

Oscar-Preitsträgerin Charlize Theron hat seit „Mad Max: Fury Road“ offenbar Lust am schnellen Fahren. Sie spielt im neunten Teil der Rennfahr-Reihe erneut mit. Außerdem am Steuer: Vin Diesel, Michelle Rodriguez und Helen Mirren (möglicherweise auch Beifahrersitz).

 

Black Widow

Filmstart: 30. April

Endlich steht sie einmal im Mittelpunkt: Nach Ensemble-Filmen wie den vier „Avengers"-Teilen und diversen „Iron Man“-Streifen kommt nun ein Film über die ambivalente Superheldin Black Widow ins Kino. Natasha Romanoff alias Black Widow beschließt darin, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Gespielt wird sie natürlich von Scarlett Johansson. Neben ihr haben auch Jungstar Florence Pugh, Rachel Weisz und David Harbour („Stranger Things") sowie David Hurt Rollen übernommen. Für die Regie verpflichtete Marvel mit der Australierin Cate Shortland bewusst eine Frau.

 

Wonder Woman 1984

Filmstart: 5. Juni

Der (für Hollywood-Verhältnisse) feministische Hit „Wonder Woman“ findet unter dem Beititel "1984" ab Juni seine Fortsetzung. Hauptdarstellerin Gal Gadot kehrt zurück und bekommt in den 1980er Jahren mit gleich zwei Gegenspielern zu tun: Cheetah (Dauerwelle: Kristen Wiig) und Maxwell Lord (Fönfrisur: Pedro Pascal). Nostalgie wie in „Stranger Things“, aber sicher mehr Action.

 

Candyman

Juni

Retrocharme verströmt auch „Candyman“, eine Neuverfilmung des Horrorklassikers aus den 1990ern. Darin erscheint ein Mann mit Hakenhand, wenn man vor einem Spiegel fünfmal seinen Namen sagt. Produzent ist Jordan Peele („Get Out“), Regie führt die Newcomerin Nia DaCosta. Schauplatz sind die nunmehr gentrifizierten Wohngegenden in Chicago.

 

Top Gun 2: Maverick

Filmstart: 16. Juli

Ein Fall für die Kategorie „Fortsetzungen, die man nicht gebraucht hätte“? Man wird sehen. 1986 hob Tom Cruise in "Top Gun" ab, nach über 30 Jahren schlüpft er nun erneut in den Kampfpilotenanzug, auch Val Kilmer ist wieder dabei. Diesmal ist Cruise Lehrer, nicht Schüler. Unter anderem von Miles Teller („Whiplash“).

 

Jungle Cruise

Filmstart: 23. Juli

Eine Disneyland-Attraktion zum Film ausbauen? Bei „Piraten der Karibik“ hat es funktioniert, wieso nicht auch bei „Junge Cruise“? Darin fährt ein kleines Boot durch einen Dschungel voller gefährlicher Tiere und Stromschnellen. Emily Blunt und Dwayne Johnson fahren mit. Der dynamische Trailer erinnert an die „Indiana Jones“-Filme. Regisseur Jaume Collet-Serra war bisher allerdings eher im Horrorfach tätig.

 

The Purge 5

voraussichtlich Juli

Der fünfte Film der erfolgreichen Horrorfilmreihe, zu der inzwischen auch eine Serie gehört, hat noch keinen offiziellen Titel. Es dürfte aber der letzte sein (zumindest bis zum ersten Remake …). Zum Inhalt ist nichts genaues bekannt, doch könnte der Film jenseits der US-Grenze spielen. Regisseur Everardo Gout ist Mexikaner, auch ein Teil des Casts sind Hispanics. Freilich geht es auch dieses Mal um die fiktive Purge-Nacht, in der das Morden straffrei bleibt. Die Geschichte stammt – wie bei der gesamten Reihe – von James DeMonaco.

 

Ghostbusters: Legacy

Filmstart:13. August

Wieder ein Fall von sinnfreier „deutscher“ Umbetitelung: Statt „Ghostbusters: Afterlife“ wie im Original heißt der Film hier „Ghostbusters: Legacy“. Das „Erbe“ treten Mckenna Grace („Fuller House“) und „Stranger Things“-Star Finn Wolfhard an. In der Geschichte geht es um eine alleinerziehende Mutter und ihre zwei Kinder, die eine Verbindung zu den Geisterjägern von damals haben. Genaueres weiß Paul Rudd. Auch der Cast der originalen Filmreihe tritt auf. Regie führt Jason Reitman („Up in the Air“)

 

The King's Man - The Beginning

Filmstart: 17. September

Der dritte Film der Reihe zeigt die Vorgeschichte der britischen Gentleman-Superagenten. Zum Cast gehören Ralph Fiennes, Gemma Arterton, Djimon Hounsou (“Captain Marvel”), Daniel Brühl und „Game of Thrones“-Bösewicht Charles Dance. Wie bei den Vorgängerfilmen ist Matthew Vaughn für die Regie verantwortlich.

 

(c) Miramax

Halloween Kills

voraussichtlich Oktober

Rechtzeitig zu Halloween dürfte diese Fortsetzung in die Kinos kommen. Jamie Lee Curtis kämpft gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin gegen den nicht totzukriegenden Michael Myers. Von Regisseur David Gordon Green stammt bereits der „Halloween“-Film von 2018. Nach „Halloween Ends“ im kommenden Jahr soll übrigens wirklich Schluss sein.

 

Venom 2: Carnage

voraussichtlich Oktober

Wieso sollte man einen mittelmäßig erfolgreichen Film, der von Kritik und Fans verrissen wurde, fortsetzen? Vielleicht, weil er Teil eines größeren Plans ist. Das vermutet man jedenfalls als Grund für „Venom 2“, schließlich ist die ambivalente Titelfigur ein wichtiger Charakter im Spider-Man-Universum. Bösewicht Carnage aus dem Untertitel wird von Woody Harrelson verkörpert, auch Michelle Williams und Naomie Harris (James-Bond-Filme) wirken in dem Comicfilm mit. Regie führt Andy „Gollum“ Serkis. Die Rolle des Venom/Eddie Brock übernimmt erneut der britische Tour-de-Force-Darsteller Tom Hardy. Er wurde bereits für einen dritten „Venom“-Film verpflichtet. Dann kommt vielleicht auch wieder Spider-Man ins Spiel.

 

(c) 20th Century Fox

Tod auf dem Nil

voraussichtlich Oktober

Mehrfach wurde Agatha Christies Krimiklassiker bereits verfilmt, nun darf Shakespeare- und „Thor“-Regisseur Kenneth Branagh sein Glück versuchen. Hercule Poirot spielt er gleich selbst, auch Wonder Woman Gal Gadot macht die Flussfahrt mit, ebenso wie Armie Hammer, Annette Bening und Rose Leslie („Game of Thrones“). Könnte spannend werden. Und wer's war, das hat man seit der letzten Verfilmung sowieso schon wieder vergessen.

 

West Side Story

Filmstart: 17. Dezember

Newcomerin Rachel Zegler und Ansel Elgort („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) singen und schmachten in Steven Spielbergs Remake des Filmklassikers. Das Drehbuch zur Romeo-und-Julia-Geschichte schrieb Broadway-Veteran Tony Kushner. Die erste Verfilmung von Leonard Bernsteins Musical von Robert Wise und Jerome Robbins aus dem Jahr 1961 war jedenfalls ein Hit.

 

Dune

voraussichtlich Dezember

Kommt „Dune“ noch heuer? Wir werden sehen. Das Remake von David Lynchs kultigem und oft unfreiwillig komischen Science-Fiction-Film wird mit Spannung erwartet. Unter der Leitung von „Blade Runner 2049“- und „Sicario“-Regisseur Denis Villeneuve dürfte es auf dem Wüstenplaneten jedenfalls ernster zugehen als 1984. Wir gehen aber trotzdem davon aus, dass auch Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson und Oscar Isaac („Star Wars“) Riesenwürmer reiten werden.

 

Coming 2 America

voraussichtlich Dezember

„Der Prinz aus Zamunda“ hieß die Komödie „Coming to America“ aus dem Jahr 1988 im Original. Darin will Eddie Murphy als verwöhnter afrikanischer Prinz in den USA eine Braut finden. In der Fortsetzung sucht er hier seinen Sohn, von dem er lange nichts wusste und der den Thron von Zamunda erben soll. Mit Regisseur Craig Brewer hat Murphy bereits bei der Netflix-Komödie „Dolemite Is My Name“ zusammengearbeitet.

 

Nicht nur International gibt es einiges zu sehen: 
Filme aus und über Österreich

Ein verborgenes Leben

Filmstart: 31. Jänner

Meisterregisseur Terrence Malick hat mit „Ein verborgenes Leben“ („A Hidden Life") die Geschichte des heimischen Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter verfilmt. Die Hauptrollen spielen deutschsprachige Stars: August Diehl und die Oberösterreicherin Valerie Pachner. Premiere feierte das epische Drama bereits vergangenes Jahr in Cannes, auch auf der Viennale war es zu sehen.

>> Mehr zu „Ein verborgenes Leben"

The Royal Train

Filmstart: 31. Jänner

Der Salzburger Regisseur Johannes Holzhausen begleitete in seinem Dokumentarfilm „The Royal Train“ die rumänische Thronerbin auf der Reise durch die nunmehrige Republik: Prinzessin Margareta von Rumänien betreibt auf ihrer Dauerreise durch das Land Lobbyarbeit für eine Rückkehr ihres Hauses an die Staatsspitze.

 

Die Dohnal - Frauenministerin / Feministin / Visionärin

Filmstart: 14. Februar

Sabine Derflingers großrecherchierter Dokumentarfilm über die SPÖ-Vorkämpferin für Frauenrechte Johanna Dohnal ist ein Heldinnenporträt. Dohnal war die erste Frauenstaatssekretärin und Frauenministerin. Die Regisseurin kannte die 2010 gestorbene Politikerin auch persönlich.

 

Brot

Filmstart: 21. Februar

Regisseur Harald Friedl widmete sich dem Grundnahrungsmittel unserer Kultur. Sein Dokumentarfilm erzählt von engagierten Handwerksbäckereien und den Konzernen der Lebensmittelindustrie – und stellt Fragen zur Zukunft des Brotes.

 

Narziss und Goldmund

Filmstart: 13. März

Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hat Hermann Hesses Roman „Narziss und Goldmund“ verfilmt. Sabin Tambrea und Jannis Niewöhner verkörpern den asketischen Mönch Narziss und seinen lebenslustigen Schützling Goldmund.