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Abendbriefing

Was der „Megxit“ für die britische Monarchie bedeutet und wie „Muhammed“ zum Wiener Politikum wurde: Der Donnerstag im Rückblick

Wir lassen den Tag Revue passieren, geben Tipps für den Abend und blicken auf morgen.

Der britische Boulevard schäumt: "Sie haben es nicht einmal der Queen gesagt", empört sich der "Daily Mirror“; von „Bürgerkrieg“ schreibt gar „The Sun“. Es geht natürlich um den „Megxit“, um die Ankündigung von Prinz Harry und seiner Frau Meghan, sich von ihren royalen Pflichten zurückzuziehen. Nüchterner als die Tabloids analysiert unser Korrespondent Gabriel Rath: Der Rückzug füge der Monarchie einen schweren Schlag zu, könne die Institution mittelfristig aber sogar stärken. Mehr dazu [premium]

Harry und Meghan sorgen schon seit ihrem ersten Date für Blätterrauschen und viel Kritik. Die Chronologie der royalen Entfremdung in Bildern finden Sie hier.

Bei all der Aufregung um den „Megxit" - es gibt da ja auch noch den Brexit: Das britische Unterhaus hat abschließend über das Gesetz zum geplanten EU-Austritt am 31. Jänner abgestimmt. Mehr dazu 

Was Sie heute noch wissen sollten

FPÖ erweitern „Heimat". Die FPÖ will sich bis Ende des Jahres strengere Compliance-Regeln verordnen, den Begriff "Schutz der Heimat“ erweitern und sich stärker auf Familienpolitik konzentrieren. Die Entscheidung, den Niederösterreicher Michael Schnedlitz zum Generalsekretär der FPÖ zu machen, sei kein "Angebot" an die Identitären (Schnedlitz hatte die rechtsextreme Gruppierung 2016 ausdrücklich begrüßt). Mehr dazu

Wienerin darf heim. Die in der Türkei festgesetzte Wiener Pädagogin Mülkiye Lacin darf nach sechs Monaten ausreisen. Die Justiz dürfte ihr die Unterstützung einer Terrororganisation vorwerfen, wiewohl die Vorwürfe bis zuletzt relativ kryptisch waren. Mehr dazu

Welche Magazin-Stücke Sie noch lesen könnten

„Der Löwe wird nicht zum Veganer“. Seit 1. Jänner ist Stephan Hering-Hagenbeck Direktor des Tiergartens Schönbrunn. Im Interview mit Christine Imlinger spricht er über seine Pläne für den Zoo, die Frage, ob es zeitgemäß ist, Tiere in Gehege zu sperren, wie selbst ein Löwe im Zoo weiß, wer der Chef ist, und, warum es ihm manchmal geht wie einem Fußballtrainer. Mehr dazu [premium]

„Der Hass der FPÖ gerät außer Kontrolle“. Muhammed war (in unterschiedlichen Schreibweisen) im vergangenen Jahr der vierthäufigste Babyname für Buben in Wien. Die FPÖ ortet deshalb eine Islamisierung der Stadt. Dabei ist der Name alles andere als ein religiöses Statement, schreiben Köksal Baltaci und Teresa Wirth. Mehr dazu [premium]

Zitat des Tages

"Im Urlaub gelten andere Regeln."

TUI-Österreich-Chef Gottfried Math bemerkt bei seinen Kunden keine „Flugscham“.

Worüber heute diskutiert wird

Türkis-grüne Zuständigkeiten. Die Verteilung der Zuständigkeiten in der neuen Regierung sorgt für Diskussionen. Was sagen Sie zu den Ressort-Zuständigkeiten? Ist die Mischung gelungen? Welche Agenden hätten Sie lieber bei den Türkisen gesehen, welche bei den Grünen? Und: Wie ist es die Kompetenzen der Minister bestellt? Diskutieren Sie mit!

Tipps für den Abend

Familienepos. Wang Xiaoshuais „Bis dann, mein Sohn“ zeichnet die menschlichen Folgen der staatlichen Geburtenkontrolle Chinas über drei Generationen nach. Das Epos berührt, bleibt aber zu versöhnlich, meint Filmkritiker Andrey Arnold. Mehr dazu

Was morgen passiert

Bundeskanzler Sebastian Kurz gibt am Donnerstag im Nationalrat seine Regierungserklärung ab. Die Sitzung beginnt um 9 Uhr, wir werden live berichten.

Bild des Tages

AFP

Ein Känguru im verbrannten australischen Buschland. Mindestens eine Milliarde Tiere sind nach Schätzungen bisher bei den Bränden umgekommen.

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