Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Lebenslanges Lernen

Wie man fürs Leben lernt

Archivbild aus dem Lesesaal der Hauptuni Wien.
Archivbild aus dem Lesesaal der Hauptuni Wien.Fabry / Die Presse
  • Drucken

Ob Schüler, Student oder unermüdlich Lernender: Sich etwas merken zu müssen ist Schwerarbeit für den Kopf. Er muss den Stoff nicht nur verankern, auch wieder finden.

Landläufig heißt es, visuelle Lerntypen sollten sich einen Stoff optisch aufbereiten. Auditive Typen müssen ihn hören, haptische handschriftlich zusammenfassen und kommunikative darüber reden.

Stimmt nicht, sagt die Gehirnforschung. Wer nur nach seinem Typ lernt, versagt zwangsläufig, wenn Stoff in einem anderen Format daherkommt. Er habe „verlernt“, ihn zu verarbeiten.

Die Lösung lautet, so viele Sinne wie möglich anzusprechen. Bei Vokabeln etwa sich das Schriftbild einprägen, sie hören und nachsprechen. Das adressiert unterschiedliche Areale im Gehirn, die Infos fließen im Hippocampus wieder zusammen, er verarbeitet sie und transferiert sie vom Kurz- in den Langzeitspeicher. Die Kunst besteht nun darin, frisches Wissen einerseits gut zu verankern, andererseits stets griffbereit zu halten.

Assoziationsketten bauen

Richtig Lernen braucht zuallererst Konzentration und Fokussierung. Das Folgende werden viele gar nicht gern lesen: Das Handy muss außer Sicht- und Hörweite. Es lenkt nur ab. Abwechslung hingegen ist willkommen. Wer heute am Sofa und morgen am Schreibtisch lernt, speichert mit dem Stoff auch diese räumlichen Anknüpfpunkte ab. Über die kann er in der Prüfungssituation eine Assoziationskette legen.
Die ist auch im Kleinen hilfreich: Wer vergessen hat, was er aus der Küche holen wollte, muss nur zurück ins Wohnzimmer – dort fällt es ihm wieder ein.