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Lebenslanges Lernen

Wie man fürs Leben lernt

Archivbild aus dem Lesesaal der Hauptuni Wien.
Archivbild aus dem Lesesaal der Hauptuni Wien.Fabry / Die Presse

Ob Schüler, Student oder unermüdlich Lernender: Sich etwas merken zu müssen ist Schwerarbeit für den Kopf. Er muss den Stoff nicht nur verankern, auch wieder finden.

Landläufig heißt es, visuelle Lerntypen sollten sich einen Stoff optisch aufbereiten. Auditive Typen müssen ihn hören, haptische handschriftlich zusammenfassen und kommunikative darüber reden.

Stimmt nicht, sagt die Gehirnforschung. Wer nur nach seinem Typ lernt, versagt zwangsläufig, wenn Stoff in einem anderen Format daherkommt. Er habe „verlernt“, ihn zu verarbeiten.

Die Lösung lautet, so viele Sinne wie möglich anzusprechen. Bei Vokabeln etwa sich das Schriftbild einprägen, sie hören und nachsprechen. Das adressiert unterschiedliche Areale im Gehirn, die Infos fließen im Hippocampus wieder zusammen, er verarbeitet sie und transferiert sie vom Kurz- in den Langzeitspeicher. Die Kunst besteht nun darin, frisches Wissen einerseits gut zu verankern, andererseits stets griffbereit zu halten.