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Buschbrände

Eine Viertelmillion Australier wird zur Evakuierung aufgerufen

Buschbrände in Australien
Am Freitag werden neue Höchsttemperaturen erwartet.APA/AFP/2019 Planet Labs, Inc. /
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Für Freitag wurden Höchsttemperaturen von 40 Grad und mehr und starke Winde vorhergesagt. Zudem herrscht die Angst, dass sich zwei Großbrände vereinen könnten.

Australische Behörden haben wegen der verheerenden Waldbrände 240.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Am Freitag wird vielerorts wieder mit Temperaturen von über 40 Grad und wechselnden Winden mit Geschwindigkeiten von 90 km/h gerechnet. Das könnte die mehr als 150 Feuer an der Ostküste weiter anheizen. Ministerpräsident Scott Morrison sagte am Freitag, in den östlichen Bundesstaaten werde ein schwieriger Tag erwartet. "Wir sind weit entfernt vom Ende der Krise und dieser Katastrophe." Andrew Crisp, der die Rettungsmaßnahmen im Bundesstaat Victoria verantwortet, sagte: Wer kann, sollte gehen."

Morrison sagte, vor der Küste des am schlimmsten betroffenen Bundesstaats New South Wales würden zwei Schiffe bleiben, um bei der Evakuierung von Städten helfen zu können, falls dies nötig werde. In dem Staat wurden alleine am Freitagfrüh 134 Brände registriert, von denen 53 nicht eingedämmt waren. Mehrere Abschnitte der fünf Autobahnen des Staats waren gesperrt.

Noch sie so trocken und warm wie 2019

Es bestehen zudem Sorgen, dass sich an der Grenze der Bundesstaaten New South Wales und Victoria zwei Großbrände zu einem "Mega-Feuer" vereinen könnten. In Victorias Hauptstadt Melbourne und mehreren anderen Städten wollten am Freitagabend Studenten für eine bessere Klimapolitik demonstrieren - trotz Appelle der Polizei und des Premierministers, diese Veranstaltungen angesichts der Brände zu verschieben.

Das Amt für Wetterkunde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es nie auf dem Kontinent wärmer und trockener gewesen war als im vergangenen Jahr. Dabei reicht der Vergleichszeitraum bis 1910 zurück. Der Zusammenhang zwischen den Bränden, den geringen Niederschlägen und den hohen Temperaturen sei deutlich.

Seit Beginn der großen Buschfeier im Oktober sind 27 Menschen gestorben, Tausende haben ihre Häuser verloren, mehr als zehn Milionen Hektar Land sind verbrannt, das entspricht einer Fläche größer als Österreich. "

(APA/dpa/Reuters)