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Kolumne

Teilen kostet ganz schön viel

Sprechblase Nr. 323. Warum „Shareness“ wenig mit Romantik zu tun hat.

Weihnachten ist längst vorüber, und damit ist auch die große Zeit des Schenkens zu Ende gegangen. Jetzt ist wieder – Achtung, Sprechblase – Shareness angesagt.

Ein Begriff, den der im Vorjahr verstorbene Harvard-Professor Martin Weitzman bereits in den 1980er-Jahren geprägt hat. Dass das Internet diesem Thema Jahre später zu einer ganz außergewöhnlichen Dynamik verhelfen würde, konnte er bestenfalls erahnen. Autos, Roller, Werkzeug, Wohnungen, Daten, aber auch Jobs und Personal: Alles Mögliche wird heute – zum Großteil via Internet – geteilt.

Mit romantischer Selbstlosigkeit hat diese Spielart des Teilens allerdings wenig zu tun. Manche Ökonomen sehen Shareness vielmehr als die nächste Stufe zur Totalkommerzialisierung des täglichen Lebens. Fest steht: Wer kein Geld besitzt, hat eben auch keinen Zugang zur Shareness.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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