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Tourismus: Viele Skifahrer, wenig Personal

Symbolbild.
Symbolbild.(c) APA (Harald Schneider)

Aufregung um „Taxis“ aus Osteuropa für Skifahrer.

Wien. Trotz des milden Winters läuft der Wintertourismus „bestens“, so die Wirtschaftskammer (WKO). Seit Weihnachten sei die Auslastung in den Skigebieten besonders gut.

Petra Nocker-Schwarzenbacher, Tourismus-Branchensprecherin in der WKO, freut sich über die Buchungszahlen. „Dass wir zusätzlich noch etwas Schnee brauchen, ist klar“, sagt sie. Und Angebote für junge Menschen auch, denn an „preisgünstigen und hippen“ Quartieren für Wintersportler mangelt es noch. Und an Fachkräften ebenso. Wegen der großen Skisprung-Events gebe es aber das „Jänner-Loch“ nicht mehr. Nocker-Schwarzenbacher führt selbst ein Hotel und sagt zum Fachkräftemangel: „Viele suchen noch Mitarbeiter, aber wir schaffen es irgendwie.“ Aus der Statistik des Arbeitsmarktservices (AMS) von November 2019 geht hervor: Fast 50.000 Menschen suchen Arbeit im Tourismus ? es gibt aber nur knapp über 8000 freie Stellen. Die Zahl der unbesetzten Jobs hat sich um 5,8 Prozent erhöht. Die regionalen Unterschiede sind groß: In Oberösterreich fehlen hauptsächlich Kellner, in Salzburg, Tirol und Vorarlberg eher Hotelfachleute. Köche werden österreichweit gesucht. Tourismusbetriebe mit wenig Personalproblemen interessieren sich laut AMS stärker für innerbetriebliche Themen der Personalwirtschaft.

 

Osteuropäische Konkurrenz

In Tirol gibt es ein weiteres „Personal“-Problem: Die WKO beschwert sich über Fahrzeuge aus osteuropäischen Ländern, die Gäste vom Innsbrucker Flughafen in die Skigebiete fahren – ohne Gewerbeberechtigung und Registrierkasse. Die WKO ortet einen Wettbewerbsnachteil für ansässige Taxiunternehmen, die zu den Auflagen verpflichtet sind. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.01.2020)