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Amtszeit von Kardinal Schönborn könnte verlängert werden

Schönborn ist seit 1995 Erzbischof von Wien.APA/EXPA/MICHAEL GRUBER
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Der Wiener Erzbischof könnte auf Geheiß des Vatikans auch nach seinem Rücktrittsgesuch im vergangenen Jahr im Amt bleiben.

Kardinal Christoph Schönborn könnte noch länger auf seinen Pensionsantritt warten. Der Wiener Erzbischof, der am 22. Jänner seinen 75. Geburtstag feiert, hatte im Oktober des vergangenen Jahres sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Wie die APA aus Kirchenkreisen erfuhr, dürfte der Vatikan Schönborns Amtszeit um zumindest ein Jahr verlängern. Derzeit erholt sich der Kardinal von einem Lungeninfarkt.

Schönborn ist seit 1995 Erzbischof von Wien und hat eine bewegte Amtszeit hinter sich. Er löste Hans Hermann Groer ab, der wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs von Zöglingen abtreten musste. In Schönborns Amtszeit fiel auch das Bekanntwerden etlicher weiterer Missbrauchsfälle, weswegen er immer wieder als Krisenmanager innerhalb der österreichischen römisch-katholischen Kirche auftreten musste.

Zwar hatte Schönborn Ende des vergangenen Jahre einem Lungeninfarkt erlitten, befindet sich derzeit aber auf dem Weg der Besserung. Dass die Amtszeit eines bewährten Bischofs verlängert wird, ist nicht unüblich. So ist dies etwa im Fall des einstigen Grazers Egon Kapellari geschehen, der zwei Jahre über das Pensionsalter hinaus Bischof war. Klaus Küngs Amtszeit in St. Pölten war bis zu dessen Ablöse auf unbestimmte Zeit verlängert worden.

(APA)