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Tennis

Das Spektakel ATP Cup und seine Zukunftsfrage

Novak Djokovic jubelt mit Pokal und Kollegen
Novak Djokovic jubelt mit Pokal und KollegenREUTERS

Angeführt von Novak Djoković gewann Serbien den ersten ATP Cup, der seine Feuertaufe bestanden hat. Doch kann und soll parallel auch der Davis Cup bestehen?

Spektakulär wie noch nie hat die Tennissaison in Australien ihren Anfang genommen. Der ATP Cup, ausgetragen in Sydney, Brisbane und Perth, hat seine Feuertaufe bestanden, er sollte auch in Zukunft seine Daseinsberechtigung haben. Für 24 Mannschaften stellte der neu geschaffene Teambewerb einen perfekten Jahresbeginn dar. Obwohl Österreich bereits in der Gruppenphase scheiterte, startet ÖTV-Star Dominic Thiem mit drei absolvierten Matches gegen starke Gegner (Borna Coric, Diego Schwartzman, Hubert Hurkacz) in die am Montag beginnenden Australian Open.

Umjubelter Sieger des Bewerbs ist Serbien, das im Finale am Sonntag Spanien mit 2:1 besiegte. Nach dem glatten Zweisatz-Erfolg von Roberto Bautista Agut über Dusan Lajovic hielt Novak Djoković Serbiens Chancen durch ein 6:2, 7:6 (7:4) gegen Dauerrivalen Rafael Nadal am Leben. Das entscheidende Doppel gewann Djoković an der Seite von Viktor Troicki mit 6:3, 6:4 gegen Feliciano López und Pablo Carreno Busta. „Diesen Moment werde ich nie vergessen. Es ist immer eine große Ehre, mit meinen Freunden für Serbien zu spielen“, sagte Djoković, der im gesamten Turnierverlauf kein einziges Match verloren hatte.

Nadal verzichtete nach der Einzel-Niederlage gegen Djoković auf ein Antreten im Doppel, hinter ihm liegen intensive Tage. „Ich habe viele lange Matches in den vergangen Tagen gespielt“, erklärte Nadal, der in den vergangenen neun Tagen insgesamt sechs Einzel und zwei Doppel bestritten hat. In der Vergangenheit klagte der 33-jährige Spanier immer wieder über Verletzungen, speziell nach längeren Turnierphasen auf Hartplatz.

Doch geht es darum, sein Land zu vertreten, steht Nadal fast immer seinen Mann. Der 19-fache Grand-Slam-Champion hatte erst Ende November Spanien in Madrid zum Triumph im Davis Cup (wird vom Weltverband ITF organisiert) geführt, nun hofft er wie Djoković auf eine Verschmelzung der beiden Mannschaftsbewerbe, auch im Sinne der Gesundheit der Spieler. „Der ATP Cup ist ein toller Bewerb, aber zwei solche Bewerbe innerhalb so kurzer Zeit, das ist unmöglich. Wir müssen einen Deal der ITF und der ATP finden, um einen großen Teambewerb zu schaffen.“

(cg)