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Zukunft

In Zukunft muss das Museum Influencer sein

Lädt man sich eine App herunter, sieht man, wie das Mumok sich öffnet und die weißen Kugeln des Riesenbillards (1970) von Haus-Rucker-Co herauspurzeln. Mehr aber auch nicht.
Lädt man sich eine App herunter, sieht man, wie das Mumok sich öffnet und die weißen Kugeln des Riesenbillards (1970) von Haus-Rucker-Co herauspurzeln. Mehr aber auch nicht.(c) Artefact/Mumok
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Wie digital die Museen werden müssen, um auch die nächsten Generationen zu erreichen – damit beschäftigte sich eine Konferenz im Belvedere. Einige grottige, einige tolle Beispiele dafür, wie es weitergehen wird.

Ein wenig verzweifelt steht man mit dem Handy vor der Nase vor dem Mumok im Museumsquartier: „Viel Spaß!“ wurde einem versprochen, wenn man die App „mumokAR“ herunterlädt. Jetzt ist man eher genervt, sucht den exakten Standplatz, von dem aus man das Gebäude wie vorgegeben im Kamerafokus hat. Und dann: sieht man, wie der sonst so hermetische Bau sich plötzlich öffnet. Aus einem Spalt purzeln die weißen Bälle des gerade ausgestellten „Riesenbillard“ von Haus-Rucker-Co heraus. Toll. Und? Nichts. Die einzige Info, die man erhält, ist die Bewerbung der Ausstellungen, die man auch mit freien Augen auf den Plakaten lesen könnte.