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Jahresbilanz

Eine Million Euro mehr für die Brauerei Zwettl

FOLTIN Jindrich / WB

"Obwohl wir Rekorden nicht hinterherjagen, freut uns der Erfolg des Vorjahres naturgemäß sehr“, sagt der Eigentümer und Chef der Privatbauerei Zwettl.

Die Privatbrauerei Zwettl und die zugehörige Bierwerkstatt Weitra haben ihren Umsatz 2019 nach Angaben vom Montag um eine weitere knappe Million oder 3,8 Prozent auf 25,8 Millionen Euro gesteigert. Der Getränke-Gesamtausstoß erhöhte sich im Jahresvergleich um 1300 Hektoliter auf 211.800, teilten die Waldviertler in einer Aussendung mit. 194.400 Hektoliter (2018: 193.200) waren Bier.

"Obwohl wir Rekorden nicht hinterherjagen, freut uns der Erfolg des Vorjahres naturgemäß sehr", wurde Geschäftsführer und Inhaber Karl Schwarz zitiert. Der aktuelle Trend zu Produkten, die eine "klare Handschrift" aufweisen und sich vom Mainstream abheben würden, komme dem Unternehmen entgegen. Dass Biere aus den Brauereien in Zwettl und Weitra vor allem in der Gastronomie über dem Branchenschnitt zulegen, liegt nach Meinung von Schwarz u.a. daran, dass "wir immer schon Wert auf regionale Identität gelegt haben". Wien sei nach wie vor der wichtigste Zielmarkt für die Waldviertler.

2020 soll der Aussendung zufolge die 3,5 Millionen Euro teure Modernisierung der Bierwerkstatt Weitra abgeschlossen werden und die runderneuerte Manufaktur im Sommer wieder in Normalbetrieb gehen. Die Kapazität werde nahezu verdoppelt, wobei die handwerkliche Tradition der offenen Gärung "selbstredend erhalten" bleibe. 2021 steht das 700-Jahr-Jubiläum Weitras als älteste Braustadt Österreichs an. Dazu wird ein neues Spezialbier angekündigt.