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Gute Nachricht: Fisch essen ist ohne Öko-Reue möglich

(c) Getty Images (Christopher Furlong)
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Wo es Fangquoten gibt, nimmt der Bestand in den Meeren wieder zu.

Weniger Fleisch essen! Das empfehlen Ärzte und fordern Klimaexperten. Aber auch die Alternative Fisch aus dem Meer hat in der öffentlichen Meinung keinen guten Ruf: Die Fanggründe seien hoffnungslos überfischt, Quoten funktionierten nicht, und wer etwa roten Thunfisch isst, mache sich der Ausrottung von Arten schuldig. Nun kommt eine Analyse der weltweit verfügbaren Daten (Pnas, 13.1.) zum Schluss: Dieses Narrativ „ist völlig falsch“. Wo die Fangmengen kontrolliert werden – und das ist im Mittelmeer und Nordatlantik die Regel – haben sich die Bestände erholt und nehmen zum Teil kräftig zu. Die Entwarnung lässt sich mit mehr Gewissheit geben als vor zehn Jahren: Die Daten umfassen nun nicht mehr nur 20 Prozent, sondern fast die Hälfte der weltweiten Fangmengen. (gau)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2020)