Schnellauswahl
Arbeitsalltag

Was Österreicher an ihren Kollegen nervt

Archivbild
Archivbild(c) REUTERS (MARCOS BRINDICCI)

Faulheit der anderen und Konkurrenzkampf nerven heimische Arbeitnehmer am meisten, zeigt eine Umfrage.

Falls Sie heute Morgen am Weg zur Arbeit bereits schlechte Laune hatten, dürften Sie damit nicht alleine sein: Wie eine aktuelle Umfrage der Jobplattform Stepstone Österreich zeigt, gibt es in heimischen Betrieben reichlich Zündstoff unter Kollegen. Die Umfrage wollte wissen, was Österreichern an ihren Kollegen am meisten stört.

Kollegiale Faulheit gibt dabei am öftesten Anlass für Ärger: So gibt fast jeder Zweite (45 Prozent) unter den 1100 befragten Arbeitnehmern an, dass sich nicht alle Kollegen in gleichem Maß ins Team einbringen bzw. sich nicht alle im Team für das Gesamtergebnis der Arbeit verantwortlich fühlen. „Manche Kollegen drehen Däumchen, während andere nicht wissen, was sie zuerst machen sollen“, beschreibt ein Teilnehmer seine Unzufriedenheit, während ein anderer kritisiert, dass Kollegen „immer wieder Aufgaben an andere abwälzen“. Ein weiterer Befragter merkt kritisch an, dass Teammitglieder, „die ca. 10 Prozent Arbeitsleistung zeigen und eher die Stimmung vergiften“, wegen der Unternehmensphilosophie „leider nicht konsequent gekündigt“ würden.

Besonders Kollegen, die sich zu wichtig nehmen, sind den Österreichern ein Dorn im Auge: So kritisiert jeder dritte Befragte, dass sich einzelne Mitarbeiter immer wieder auf Kosten anderer in den Vordergrund drängen (33 Prozent) und Einzelleistungen im Mittelpunkt stehen (27 Prozent). „Dass jeder nur auf seinen eigenen Vorteil abzielt“, wird besonders unangenehm empfunden, ebenso dass Kollegen „ohne Rücksicht nach oben kommen wollen und sich wichtiger machen, als sie sind.“

Alltäglicher Konkurrenzkampf

Viele fühlen sich von ihren Teamkollegen im Stich gelassen: 21 Prozent geben an, dass sich die Kollegen in ihrem Team gegenseitig nicht unterstützen; knapp jeder Dritte gibt an, dass Konkurrenzkämpfe an der Tagesordnung stehen. „Alleingänge ohne Kommunikation“, „Konkurrenz unter Mitarbeitern“ und „die selbstherrliche Rechthaberei“ sind nur einige der Kritikpunkte, die in der Umfrage erwähnt werden. In fast jedem vierten Team (24 Prozent) werden wichtige Informationen zurückgehalten oder zu spät weitergegeben.

Nicht zuletzt kritisieren die Teilnehmer, dass im Team nicht offen und frei miteinander gesprochen würde. Als „Inseldenken“ kritisiert das einer der Studienteilnehmer: Wegen unzureichenden Informationen würden oft zwei Mitarbeiter am selben Thema arbeiten „und wissen es nicht mal.“

 

(Red.)