Paraguay will gegen die Slowakei mit Offensivfußball und Toren den Aufstieg fixieren.
Gruppe F. Paraguays Spieler wollen im Spiel gegen die Slowakei Anleihen beim Nachbarn Argentinien nehmen. „Wir müssen sie zum Tanzen bringen, ihnen unseren Rhythmus aufdrängen“, sagt Dortmund-Stürmer Nelson Valdez. Wie Argentinien gegen Südkorea wollen die „Los Guaranies“ heute in Bloemfontein gegen die Slowakei mit Offensivfußball und Toren überzeugen. Gegen Weltmeister Italien war ja eher die Defensive tonangebend (1:1). „Wir müssen auf Sieg spielen, denn ein Erfolg bringt uns vorzeitig ins Achtelfinale“, sagte Mittelfeldspieler Christian Riveros.
Im Duell mit der Slowakei erhalten die Stürmer Valdez und Lucas Barrios Unterstützung vom wieder genesenen Roque Santa Cruz. Obwohl die Slowakei bei ihrem WM-Debüt (1:1) durch den späten Ausgleich der Neuseeländer einen Dämpfer erhalten hat, warnt Santa Cruz vor unkontrollierter Offensive gegen den zweiten Gegner in Gruppe F. „Ihre Konter könnten uns einige böse Überraschungen bescheren. Das können sie hervorragend.“
Während die Paraguayer ihre Kampfansagen medienwirksam an den Mann bringen, meiden die Slowaken das Licht der Öffentlichkeit. „Der Teamchef möchte nicht, dass seine Spieler abgelenkt werden“, sagte Teamsprecherin Marianna Cizmarova über Wladimir Weiss.
Vermutet wird, dass Weiss einen Wechsel vornehmen wird: Mittelfeldmann Miroslav Stoch soll an der Stelle von Erik Jendridsek spielen und in weiterer Folge Stanislaw Sestak an die Seite von Robert Vittek in den Sturm aufrücken.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2010)