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Tragödie

Polizist erschoss schwer verletzten Gorilla nach Affenhaus-Brand

Der Brand im Krefelder Zoo.
Der Brand im Krefelder Zoo.(c) APA (Alexander Forstreuter)
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Nach dem Brand im Krefelder Zoo in der Nacht auf Neujahr kam es zu bisher unbekannten, dramatischen Szenen.

Nach dem Brand im Krefelder Zoo in der Nacht auf Neujahr musste ein schwer verletzter Gorilla von einem Polizeibeamten durch mehrere Schüsse aus einer Maschinenpistole getötet werden, da die Tierärztin es nicht schaffte, das Tier einzuschläfern. Dies geht aus einem Bericht des deutschen Innenministeriums an den nordrhein-westfälischen Landtag hervor.

Demnach hatten sich bereits während des Brandes Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das Affenhaus postiert, um notfalls verletzte oder panische Tiere zum Schutz der Einsatzkräfte zu stoppen. Dazu kam es nicht. Die Retter gingen laut dem Bericht davon aus, dass alle Tiere tot sind. Gegen 8 Uhr wurden zwei schwer verletzte Tiere gefunden. Die Tierärztin schläferte ein Orang Utan-Weibchen ein. Den Gorilla tötete der Beamte nach Freigabe durch den Polizeiführer.

Die Polizei geht davon aus, dass der Brand im Krefelder Zoo durch sogenannte Himmelslaternen ausgelöst wurde.

Himmelslaternen

Himmels- oder Wunschlaternen bestehen aus dünnem Seidenpapier und einer Kerze oder einem Behälter mit Brennpaste in der Mitte. Werden sie entzündet, können sie weit durch die Luft schweben.

Das vollständig zerstörte Affentropenhaus war im Jahr 1975 eröffnet worden. Die Grundfläche des Baus im Gewächshausstil lag bei 2000 Quadratmetern. Zuhause waren Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas, Krallenaffen, Epauletten-Flughunde und Vögel.

(APA/dpa)