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Zwischenbilanz

Metro steigert Umsatz über Weihnachten nur leicht

Metro-Chef Olaf Koch bekräftigt seine Prognose für das Gesamtjahr
Metro-Chef Olaf Koch bekräftigt seine Prognose für das GesamtjahrAPA/dpa/Federico Gambarini
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Der Großhandelskonzern Metro hat im wichtigen Weihnachtsgeschäft den flächenbereinigten Umsatz nur leicht gesteigert. Das kriselnde Russland-Geschäft bremste dabei erneut, immerhin aber verlangsamte sich der Umsatzrückgang dort gegenüber dem Vorjahr.

Der flächenbereinigte Konzernumsatz sei im ersten Quartal 2019/20 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte Metro am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Gesamtumsatz stieg - unterstützt durch positive Währungseffekte - um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. In Russland schrumpfte der flächenbereinigte Umsatz um 5,3 Prozent, vor Jahresfrist hatte der Konzern dort noch ein Minus von 6,3 Prozent verzeichnet. Metro-Chef Olaf Koch bekräftigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr: Er rechnet weiter mit einem operativen Gewinn (Ebitda ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen und vor Transformationskosten) in etwa auf dem Vorjahres-Niveau von einer Milliarde Euro.

Koch setzt ganz auf das Geschäft mit Gastronomen und Hoteliers und hat dazu im einst weit verzweigten Metro-Reich aufgeräumt. Auf dem Weg zum Großhandelskonzern hatte er unter anderem der Warenhaus-Tochter Kaufhof und den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn den Laufpass gegeben. Nun will der Metro-Chef die vor mehr als einem Jahr ins Schaufenster gestellte Supermarktkette Real losschlagen. Aktuell verhandelt Koch mit einem Konsortium aus dem Immobilieninvestor X+Bricks sowie der SCP Group über die Zukunft Reals. Auch die Trennung vom Geschäft in China will er 2020 endgültig über die Bühne bringen. Insgesamt sollen rund 1,5 Milliarden Euro aus den Transaktionen in die Kassen des Düsseldorfer Konzerns fließen. "Der Verkauf des SB-Warenhausgeschäfts und von Metro China schreiten plangemäß voran", betonte Koch. Zahlen für das Weihnachtsgeschäft Reals legte Metro indes nicht vor.

 

(Reuters)