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Kino

Auf Weltreise von Sofa zu Sofa

Couchsurfer Christoph Pehofer hat seinen Film praktisch im Alleingang realisiert.
Couchsurfer Christoph Pehofer hat seinen Film praktisch im Alleingang realisiert.Ksenia Yurkova
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Christoph Pehofer war neun Monate unterwegs und hat dabei immer bei Fremden übernachtet. Jetzt läuft der Film über seine „Couch Connections“.

Es war, nach 50 Anfragen, das einzige Angebot, das er in New York kriegen konnte. Und ja, Christoph Pehofer wusste, dass der Gastgeber Nudist ist. Dass er mit ihm das Bett würde teilen müssen, das hatte er dann aber erst kurz vor seiner Ankunft in der Beschreibung entdeckt. Müde von einer langen, schlaflosen Fahrt im Nachtbus von den Niagarafällen hinunter nach New York, läutete Pehofer dennoch bei dem Apartment in Upper Manhattan. Wer ihm öffnete, war Bob – nackt, fröhlich und auf dem Weg zum FKK-Strand, an den er Pehofer gleich einmal mitnahm.

Am Montag war ebenjener Bob in Wien – um dabei zu sein, als Pehofers Doku „Couch Connections“ im (ausverkauften) Wiener Haydn-Kino erstmals über die große Leinwand lief. Am Ende war der 67-jährige New Yorker, der mit 23 bei einem Sprung in den Lake Michigan seine Liebe zur Freikörperkultur entdeckt hatte, jener Gastgeber, bei dem Pehofer am längsten geblieben war. Auch das Bett hatten die beiden tatsächlich geteilt – und mit ein, zwei anderen WG-Bewohnern das Zimmer. Einblicke in fremde Wohn- und Lebenssituationen, wie man sie sonst wohl kaum bekommt.