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Mobbing am Arbeitsplatz

Die Hölle, das sind die Kollegen

Rund 300.000 Österreicher sind jährlich von Mobbing betroffen.
Rund 300.000 Österreicher sind jährlich von Mobbing betroffen.(c) Getty
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Ob digital oder analog: Opfer von Diffamierung und Schikanierung zu sein, kann das eigene Leben unerträglich machen. Vor allem dann, wenn die eigenen Kollegen die Täter sind.

Die verbalen Angriffe auf Justizministerin Alma Zadić sind die aktuelle Spitze jenes Eisbergs, den viele Österreicher aus ihrem Alltag bestens kennen. Auch am Arbeitsplatz gehören Beschimpfung, Verleumdung und Schikane für viele Österreicher zur traurigen Tagesordnung. Wie der European Working Condition Survey zeigt, sind in Österreich jährlich rund 300.000 Menschen (7,2 Prozent) von (Cyber-)Mobbing betroffen.

Definiert wird Mobbing (im Englischen eigentlich Bullying) allgemein als Zustand, in der eine Person gezielten, wiederholten und systematischen Anfeindungen, Schikanierungen oder Diskriminierungen ausgesetzt ist. Differenziert wird Mobbing (zwischen Kollegen der selben Hierarchieebene), Bossing (zwischen Chef und Mitarbeitern) sowie Staffing, bei dem die Belegschaft gegen den Chef opponiert. Als Cybermobbing werden verschiedene Formen der Diffamierung von Personen bezeichnet, die sich im Internet (mittels Mails, Videos oder Social Media) über einen längeren Zeitraum erstrecken.