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Umbau

Innsbruck: Aus RLB Tirol-Gebäude wird "Das Raiqa"

Rendering: Blick vom Bozener Platz.
Rendering: Blick vom Bozener Platz.Chronic-Pictures
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Im Juli beginnen die Umbauarbeiten der Raiffeisen Landesbank Tirol in der Innsbrucker Adamsgasse. Im neuen „offenen Stadtviertel“ sollen unter anderem ein Hotel, Gastronomie und Shops entstehen.

Der Umbau des Hauptgebäudes der Raiffeisen Landesbank Tirol (RLB Tirol) in der Innsbrucker Adamgasse soll ein "offenes, hybrides Stadtviertel" zur Folge haben. "Das Raiqa" wird neben der Bank auch ein Vier-Sterne-Hotel, Gastronomie, Shops, einen neuen Art-Space und Seminar- und Veranstaltungsmöglichkeiten bieten, teilten die Verantwortlichen am Mittwoch mit.

 

Rendering Innen
Rendering InnenChronic-Pictures

"Zentrale Idee ist es, den Kern des Gebäudes, die wunderschöne, weit gespannte Stahlbeton-Skelettstruktur des Hochhauses, herauszuschälen, von ihren Lasten im wahrsten Sinn des Wortes zu befreien und als frei bespielbare Raumstruktur zum Atrium und zur Halle des hybriden Gebäudekomplexes zu machen", erklärte Christoph Pichler vom Architektenbüro Pichler & Traupmann, das den Zuschlag erhielt. Zwischen Südtiroler Platz und Adamgasse nahe des Hauptbahnhofes und der Innenstadt entstehe eine Plaza, die sich trapezförmig bis auf die volle Breite des gegenüberliegenden Gebäudes der Nationalbank öffne.

Bank, Kaffeehaus und Hotel in einem

Das Gebäude sei mehr als nur ein Bankhaus – es soll vielmehr ein Ort entstehen, an dem sich Bankgeschäft und Kaffeehausbesuch ebenso verbinden lassen wie Hotelaufenthalt und Kunstgenuss, zeigte sich RLB-Vorstandschef Johannes Ortner zufrieden. Ebenso wie Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne). Schließlich würden mehr als 10.000 Passanten täglich das Gelände der RLB Tirol in Richtung Bozner- oder Südtiroler Platz queren, strich Willi die Bedeutung dieser Verbindung hervor.

Der Startschuss für die Bauarbeiten soll im heurigen Juli erfolgen, der Abschluss des Projekts ist für 2023 geplant. Die Gesamtkosten der Quartiersentwicklung belaufen sich laut den Spitzen der RLB Tirol auf 140 Millionen Euro – 70 Millionen davon würden in eigengenützte Flächen investiert, die andere Hälfte werde fremdgenutzt und durch Vermietung langfristig wieder zurückverdient.