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Rechnungshof zerlegt Wiens Franken-Kredite

Die Presse/Clemens Fabry
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Ein Rohbericht hält fest: Der (angebliche) Nettovorteil aus der riskanten Finanzierung ist für die Prüfer nicht nachvollziehbar. Es gab weder eine Absicherung gegen Zins- und Währungsrisken noch eine mittel- oder langfristige Strategie.

Wien. 308 Millionen Euro. So hoch war nach dem Ausstieg der Stadt Wien aus den Franken-Krediten im Jahr 2018 der „Nettovorteil“. Erklärte Renate Brauner (SPÖ), die (damals gerade noch) langjährige frühere Wiener Finanzstadträtin. Der Rechnungshof (RH) hat nun das Kontrollsystem im Schulden- und Veranlagungsmanagement geprüft. Und: Er kann die Angabe der Stadt Wien von einem „Nettovorteil“ in der genannten Höhe nicht bestätigen.