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Burgenland-Wahl beginnt mit dem vorgezogenen Wahltag

Die Spitzenkandidaten bei der TV-Konfrontation
Die Spitzenkandidaten bei der TV-KonfrontationAPA/ROBERT JAEGER
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Pro Gemeinde muss schon heute ein Wahllokal für zumindest zwei Stunden offen halten. Der eigentliche Wahltag ist der 26. Jänner.

Eigentlich wählt das Burgenland erst am 26. Jänner einen neuen Landtag. Doch schon heute, Freitag, findet ein vorgezogener Wahltag statt. Gewählt werden kann in 189 Wahllokalen. Pro Gemeinde muss mindestens ein Wahllokal für zumindest zwei Stunden, jedenfalls aber von 18.00 bis 19.00 Uhr, offen halten. Bei der Landtagswahl 2015 machten von der Möglichkeit der Stimmabgabe 21.438 Personen bzw. 8,55 Prozent der Wahlberechtigten Gebrauch.

Rund 250.000 sind wahlberechtigt

Der vorgezogene Wahltag (oder auch zweiter Wahltag) hatte bei der Landtagswahl 2015 seine Premiere gefeiert. Er war eingeführt worden, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, bei einer Verhinderung am Wahltag eine Woche vorher die Stimme abgeben zu können. Andererseits verfolgte man damit das Ziel, dem Wählerrückgang vergangener Urnengänge Einhalt zu gebieten. 2010 war die Wahlbeteiligung bei 77,30 Prozent gelegen. 2015 gab es bei einer Beteiligung von 76,04 Prozent dennoch einen weiteren Rückgang. Bei der Landtagswahl 2020 sind insgesamt 250.181 Personen wahlberechtigt.

Doskozil wünscht sich ein Plus

Nur einen Tag vor dem vorgezogenen Wahltag trafen sich die Spitzenkandidaten der Parteien zur Elefantenrunde im ORF-Landesstudio in Eisenstadt. Die Diskussion verlief über weite Strecken sachlich und nahezu ohne verbale Untergriffe.

Gleich zu Beginn der Sendung legten die einzlenen Spitzenkandidaten ihre Wahlziele fest. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) wünscht sich "eine stabile Regierung für das Land" und "ein Plus". Doskozils Vorgänger, Hans Niessl, hat bei der bislang letzten Wahl im Jahr 2015 ein deutliches Minus eingefahren und kam auf 41,9 Prozent. Damals hatte auch die ÖVP Verluste zu beklagen und landete bei rund 29 Prozent. "Ein Dreier vor dem Ergebnis" ist diesmal das Ziel von ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner.

Bescheiden setzte es FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz - angesichts der Ibiza- und Spendenaffäre - an: Er hofft, "dass wir das Ergebnis halten können". Im Jahr 2015 erreichte die FPÖ 15 prozent und gewann rund sechs Prozentpunkte dazu. "Über acht Prozent", um das dritte Mandat zu erreichen, wünscht sich Regina Petrik, die Landessprecherin der Grünen. Die Grünen erreichten 2015 6,4 Prozent. Zwischen fünf und sechs Prozent Stimmenanteil und damit den Verbleib im Landtag visiert das Bündnis Liste Burgenland (LBL) laut Manfred Kölly an. Der Spitzenkandidat der Neos, Eduard Posch (NEOS), erhofft sich den Einzug in den Landtag mit zwei Mandaten.

(APA)