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Wachablöse in Bischofskonferenz: Kardinal Schönborn will Erzbischof Lackner als Vorsitzenden

OeSTERREICHISCHE BISCHOFSKONFERENZ IM STIFT MICHAELBEUERN: LACKNER / SCHOeNBORN / SCHWARZ
Kardinqal Christoph Schönborn und der Salzburger Metropolit Franz Lackner (v.re.)APA/BARBARA GINDL
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Der Kardinal ist zwar wieder im Amt, aber noch rekonvaleszent. Am Mittwoch wird der Wiener Erzbischof 75 Jahre alt.

Der 63jährige Salzburger Erzbischof Franz Lackner steht vor seinem nächsten innerkirchlichen Karrieresprung: Der Franziskaner soll noch vor Ostern bei der nächsten Vollversammlung der Bischofskonferenz deren Vorsitzender werden. Derzeit ist der Metropolit Vizechef.

Zumindest wenn es nach dem Wunsch Kardinal Christoph Schönborns geht. Der Beschluss selbst wird von den Mitgliedern gefasst: den zehn Diözesanbischöfen (Bundesländer plus Militär), vier Weihbischöfen und (aus historischen Gründen) dem Abt von Mehrerau. In geheimer Wahl ist in den ersten beiden Wahlgängen eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.
Christoph Schönborn selbst will im 22. Jahr an der Spitze des Gremiums von dieser Funktion zurücktreten.

Zwar ist er nach seiner Kur im Gefolge eines Lungeninfarkts vor Weihnachten seit wenigen Tagen wieder in Wien. Erst am Freitag hat er sich auf Social-Media-Kanälen in einem Video für die vielen Genesungswünsche bedankt. Aber der Erzbischof ist noch rekonvaleszent, viele Termine bis in den Sommer mussten abgesagt werden.

Der Kardinal wird nachdienen müssen

Und: Am Mittwoch vollendet Christoph Schönborn sein 75. Lebensjahr. Das zu diesem Zeitpunkt für jeden Bischof (außer den Papst) fällige Rücktrittsgesuch hat er vor Monaten im Vatikan abgegeben. Der Kardinal hat – noch vor seiner Erkrankung – Papst Franziskus in einem Gespräch gebeten, dieses auch bald anzunehmen. Dennoch: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Rücktritt sofort angenommen wird, ist sehr gering. Zu groß ist die Bedeutung des Kardinals. Und zu groß ist noch die Ratlosigkeit, wer nachfolgen soll.