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Khamenei: "Iranisches Volk will Widerstand gegen Weltmächte"

Proteste gegen die USA - Demonstrantin hält ein Plakat mit dem Konterfei von Khamenei
Proteste gegen die USA - Demonstrantin hält ein Plakat mit dem Konterfei von Khameneiimago images/ZUMA Press
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Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei wettert gegen die USA. Deren Präsident, Donald Trump, schickt eine Warnung zurück: "Er sollte sehr vorsichtig mit seinen Worten sein!"

Die jüngsten Proteste im Iran haben nach den Worten des obersten iranischen Führers, Ayatollah Ali Khamenei, keine Auswirkung auf den politischen Kurs des Landes. "Das iranische Volk (...) will den Widerstand gegen die Weltmächte und keine Kapitulation, auch 41 Jahre nach der Revolution", sagte Khamenei beim Freitagsgebet in Teheran. US-Präsident Donald Trump richtete indes eine Warnung an die Führung in Teheran: "Er sollte sehr vorsichtig mit seinen Worten sein!"

Der Reihe nach: Khamenei hatte zum ersten Mal seit acht Jahren wieder das traditionelle Freitagsgebet geleitet. "Wir haben keine Angst vor diplomatischen Verhandlungen", sagte er dabei. Mit den USA und unter Druck wolle man aber nicht verhandeln. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten mit ihrem Verhalten - dem Anstoßen des Vermittlungsprozesses im Atomabkommen - gezeigt, dass auch auf sie kein Verlass sei. "Wir sollten nicht vergessen, dass sowohl Deutschland als auch Frankreich den Irak im Krieg gegen uns (1980-88) unterstützt haben", sagte der Ayatollah.

Khamenei nennt Trump und Pompeo Lügner und Clowns

Trump und seinen Außenminister Mike Pompeo bezeichnet Khamenei in seiner Rede als Clowns. Diese würden behaupten, sie stünden hinter der iranischen Bevölkerung. "Sie lügen, auch wenn sie zum iranischen Volk stehen würden, dann nur, um einen giftigen Dolch in die Brust des iranischen Volkes zu stoßen", sagte Khamenei und forderte die Iraner auf, keine Kompromisse mit dem Ausland einzugehen, sondern selbst stark zu werden. Die Abhängigkeit von Ölexporten müsse verringert werden, damit internationale Sanktionen und Einschränkungen geringere Auswirkungen auf das Land hätten.

Die Tötung des Quds-Kommandanten Qassem Soleimani bezeichnete er als einen "feigen Terrorakt" der USA und würdigte die Reaktion der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) mit ihren Angriffen auf die US-Stützpunkte in Irak. "Noch wichtiger als der mutige Militärschlag gegen eine Weltmacht war der dadurch entstandene Imageschaden der USA", sagte Khamenei.

Trump: "Er sollte sehr vorsichtig mit seinen Worten sein!"

Trump kritisierte die Ausagen "des sogenannten "Obersten Anführers" des Irans" umgehend auf Twitter und warnte: "Er sollte sehr vorsichtig mit seinen Worten sein!" Der US-Präsident schrieb, die Wirtschaft des Irans breche zusammen, das Volk leide. Khamenei habe in seinem Freitagsgebet zudem "böse Dinge" über die USA und Europa gesagt.

Auf einen Blick

Das Atomabkommen soll dem Iran ein ziviles Atomprogramm ermöglichen, aber eine atomare Bewaffnung unmöglich machen. Im Gegenzug sollten Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. Der Iran hoffte auch einen Aufschwung, der jedoch nicht kam. US-Präsident Donald Trump ordnete am 8. Mai 2018 einen einseitigen Ausstieg aus dem Abkommen an und ließ den Iran wieder mit harten Sanktionen belegen.

(APA/dpa/AFP/Red.)