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Islam

Ist ein Kopftuch nun Pflicht oder nicht?

Befürworter der Verhüllung berufen sich auf zwei Suren des Koran (Symbolbild).
Befürworter der Verhüllung berufen sich auf zwei Suren des Koran (Symbolbild).(c) REUTERS (Danish Ismail)
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Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat eine nicht ganz durchgängige Linie: Laut einer eigens erlassenen Fatwa, einem religiösen Gutachten, ist das Kopftuch ein religiöses Gebot, gleichzeitig ist man aber bemüht, die Freiwilligkeit zu betonen.

Ein einfaches Ja oder Nein gibt es nicht. Auf die Frage nämlich, ob das Tragen des Kopftuchs für österreichische Musliminnen nun Pflicht ist. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) pocht man auf die Freiwilligkeit. Dass also Frauen selbst darüber entscheiden, ob sie ihr Haar bedecken oder nicht.

Auf der anderen Seite gibt es aber aus ebendieser IGGÖ eine Fatwa, also ein religiöses Gutachten. In dem im Februar 2017 veröffentlichten Dokument heißt es: „Für weibliche Muslime ab der Pubertät ist in der Öffentlichkeit die Bedeckung des Körpers, mit Ausnahme von Gesicht, Händen und nach manchen Rechtsgelehrten Füßen, ein religiöses Gebot und damit Teil der Glaubenspraxis.“ Was nun also?