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Fonds mit solider Performance

(c) REUTERS (Heinz-Peter Bader)
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Die heimische Fondsindustrie durfte sich im Vorjahr nicht nur über Nettomittelzuflüsse freuen. Auch die Erträge konnten sich sehen lassen.

Wien. Das überaus gute Börsenjahr 2019 ging auch an den heimischen Investmentfonds nicht spurlos vorüber. Die Branche durfte sich im abgelaufenen Jahr über Nettomittelzuflüsse von rund 3,6 Mrd. Euro freuen. Wobei mit 1,87 Mrd. Euro die Mehrheit der Mittel zu Publikumsfonds, der Rest zu institutionellen Investoren floss. Auch das Fondsvolumen erhöhte sich deutlich. Es kletterte um rund 12,4 Prozent auf 184,9 Mrd. Euro. Das geht aus Daten der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor.

Aufgrund der guten Kapitalmarktentwicklung performten besonders Aktienfonds auf Einjahressicht. Den höchsten Ertrag gab es für Fonds, die in Mittel- und Osteuropa (plus 32,63 Prozent) investierten. Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika brachten es auf 29,9 Prozent. Danach folgen Europa (plus 27,75 Prozent), Euroland (plus 25,91 Prozent) und internationale Aktien (plus 25,88 Prozent). Auf Zwölf-Monats-Sicht am schlechtesten entwickelten sich kurzfristig orientierte Euro-Rentenfonds (plus 1,63 Prozent). Auch Immobilienfonds oder konservative gemischte Fonds legten „nur“ einstellig zu.

Nachhaltige Fonds, die schon seit einiger Zeit im Trend liegen, brachten einen Anstieg von plus 28,61 Prozent. Auch das verwaltete Fondsvolumen legte deutlich zu. Im Vorjahr gab es gegenüber 2018 einen Sprung von rund 45 Prozent auf 10,6 Mrd. Euro. Ein Wert, den man in keinem der Jahre zuvor auch nur annähernd beobachten konnte. Noch 2011 kamen die nachhaltigen Fonds auf einen Wert von 1,6 Mrd. Euro.

 

Nordamerika im Plus

Auf Fünf-Jahressicht stellt sich das Bild ähnlich dar. Rentenfonds wiesen eine eher magere Performance aus, am besten gingen Aktienfonds aus Nordamerika, Mittel- und Osteuropa, sowie aus Österreich – sie schafften eine jährliche Rendite von neun Prozent. Insgesamt verwalteten die 15 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende Dezember 1928 Wertpapierfonds, davon 685 Publikumsfonds, und 1243 Institutionelle Fonds. 272 Investmentfonds wurden geschlossen, 304 fusioniert. 52 Fonds wurden neu aufgelegt. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.01.2020)