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5G-Netz

A1 startet am 25. Jänner 5G-Netz in 129 Gemeinden

Am 25. Jänner legt A1 den 5G-Schalter um. Ab 27. Jänner gibt es dann Tarife und Endgeräte.APA/HANS KLAUS TECHT
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Nach Magenta und Drei startet nun auch A1 mit der ersten 5G-Versorgung in Österreich. 129 Gemeinden werden mit 350 Sendern und 54.000 Kilometern Glasfaser an das ultraschnelle Netz angeschlossen.

Mit politischer Rückendeckung startet A1 sein 5G-Netz. Am 25. Jänner soll das "größte 5G-Netz Österreichs starten". Von Gramatneusiedl bis Wattens (vollständige Liste s.u.) werden künftig mit 5G versorgt. Zwei Tage später sollen dann auch die Tarife und entsprechende Endgeräte (Smartphones, Router) erhältlich sein.

Während Drei (Hutchison) und Magenta (vormals T-Mobile) in kleineren Etappen mit der 5G-Versorgung gestartet sind, will A1 voll durchstarten. 129 Gemeinden sollen mit insgesamt 350 Basisstationen und mehr als 54.000 Kilometern Breitband an den neuen, ultraschnellen Mobilfunkstandard angeschlossen werden. Bis dann eine flächendeckende Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen vorhanden ist, wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 2030 sieht die aktuelle Breitbandstrategie der Regierung vor. Dann sollen auch entlegene Bergtäler und Grenzregionen mit Gigabit-Internet versorgt werden.

"In Zukunft sollen Daten pendeln, nicht Menschen", erklärt Elisabeth Köstinger. Die Bundesministerin für Landwirtschaft verantwortet auch die Telekommunikationsagenden sowie die Post.

Margarethe Schramböck, Ministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung betont den Stellenwert des 5G-Ausbau für die heimische Wirtschaft. Bis Ende des Jahres will sie einen digitalen Aktionsplan vorlegen, der in enger Zusammenarbeit mit allen Ministerien erarbeitet wird. Dazu zählt auch die Errichtung einer digitalen Ausweisplattform. Führerschein, Zulassungspapiere und der Personalausweis sollen in einer App gebündelt werden können.

"Das beste Netz und die beste Infrastruktur helfen uns nichts, wenn diese Dienste nicht genutzt werden", betont die ehemalige A1-Chefin, und lenkt damit nicht nur auf ein Stadt-Land-Gefälle. Nur 60 Prozent der Bürger über 60 seien online, hier herrsche Aufholbedarf.

"2020 wird für Österreich das Jahr von 5G", erklärt Teleom-Austria CEO Thomas Arnoldner einleitend. Am 25. Jänner starte damit auch das größte 5G-Netz Österreichs. 2G habe die Mobilität und das SMS gebracht, 3G das Verschicken von Fotos. 4G habe Streaming gebracht und 5G bringe das Internet der Dinge", betont Arnoldner. Wobei 5G durchaus mit dem iPhone zu vergleichen sei, führt er weiter aus, denn es ist "eine Plattform für Anwendungen, die wir uns heute noch nicht ausmalen können.“ 

"Wenn wir was bei A1 machen, dann machen wir es richtig und gescheit", rechtfertigt Arnoldner bei der Pressekonferenz, den späten Start. In den vergangenen drei Jahren wurde der Glasfasernetzausbau massiv vorangetrieben und war eine Vorbereitung auf 5G. Es sei, so der Chef der A1, Marcus Grausam, Voraussetzung für das neue 5G-Netz.

Kurz über Huawei

Seit Mai steht der chinesische Hersteller unter einem US-Bann. Dies hatte zur Folge, dass viele europäische Länder Huawei vom Netzausbau ausschließen wollten. Der Bundeskanzler Sebastian Kurz zeigt sich offen und will die Linie vom ehemaligen Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) weiterführen. Man wolle weiterhin "technologieneutral agieren". Er hoffe weiterhin auf eine EU-Gesamtlösung. Es gehe aber um ein Maximum an Sicherheit, wobei auch die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter vermieden werden sollte.

Ab 25. Jänner werden diese Gemeinden mit 5G versorgt.(c) A1