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Zwei Metro-Großaktionäre bauen ihre Anteile aus

Die beiden Metro-Großaktionäre Beisheim und Meridian haben ein Quorum erreicht, das eine faktische Sperrminorität auf der Aktionärsversammlung erwarten lässt.

Die beiden Metro-Großaktionäre Beisheim und Meridian haben ihren Anteil am Handelskonzern aufgestockt und so ihre Position gegenüber Mehrheitsgesellschafter Daniel Kretinsky und dessen EP Global Commerce gestärkt. Zusammen verfügten sie nun über etwa 23,06 Prozent der Stammaktien, teilten die Aktionäre am Dienstag mit. 15,87 Prozent würden vom Pool-Partner Meridian gehalten und etwa 7,19 Prozent von Beisheim. Damit hätten sie ein Quorum erreicht, das eine faktische Sperrminorität auf der Aktionärsversammlung erwarten lasse.

Im Zuge der Veränderung der Aktionärsstruktur und des anschließenden Übernahmeversuchs durch Kretinsky haben die Meridian Stiftung und die Beisheim Gruppe im August 2019 ihre Stimmrechte gepoolt. Zudem hatten sie angekündigt, Kaufgelegenheiten nutzen zu wollen, um ihre Anteile von damals 20,56 Prozent aufzustocken.

Eine erste Übernahme-Offerte Kretinskys für den Düsseldorfer Handelskonzern war im vergangenen August auch am Widerstand der anderen Großaktionäre gescheitert. Kretinsky, der 2018 zusammen mit seinem Investment-Partner Patrik Tkac bei Metro eingestiegen war, wollte den Konzern ganz schlucken und letztlich von der Börse nehmen. Dazu hatte er 16 Euro pro Stammaktie geboten. Aufsichtsrat, Management und zwei Großaktionäre des Düsseldorfer Handelsriesen hatten die Offerte indes als zu niedrig abgewiesen. Kretinsky hatte seinen Anteil danach ausgebaut und ist größter Einzelaktionär der Metro

 

(APA/Reuters)