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Eine Frauenministerin, die nicht Feministin ist? „Unangebracht“

Ex-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Ex-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.APA/GEORG HOCHMUTH
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Die neue, bürgerliche Frauenpolitik der ÖVP? Laut SPÖ-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek ist sie „für gut situierte, weiße Frauen“ gemacht. Die zuständige Ministerin Susanne Raab agiere einseitig.

Wien. Als Gabriele Heinisch-Hosek selbst Frauenministerin war, bis zum Mai 2016, war Frauenpolitik in der Regierung ein klassisches SPÖ-Thema – und es sah nicht danach aus, als wollte die ÖVP daran etwas ändern. Sebastian Kurz war zu dieser Zeit noch Außenminister, im Jahr 2013 verhandelte er mit Heinisch-Hosek die Bereiche Frauen, Familie, Jugend und Integration. „Es war kein Thema, dass die SPÖ das Frauenministerium nicht bekommen soll. Die ÖVP hat nicht einmal danach gefragt.“