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China investierte im Osten mehr als alle anderen Länder

Aus der Volksrepublik flossen rund 6,4 Mrd. Dollar in die Region CEE.
Aus der Volksrepublik flossen rund 6,4 Mrd. Dollar in die Region CEE.APA/AFP/STR
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Aus der Volksrepublik flossen rund 6,4 Mrd. Dollar in die Region CEE.

Wien. China hat seine Position in Osteuropa als ausländischer Investor deutlich ausgebaut. 2019 hat die Volksrepublik ihre Investitionen in die CEE-Region wertmäßig verdoppelt, wie der „Emerging Europe M&A Report 2019/2020 der Anwaltskanzlei CMS zeigt. Österreich liegt beim Investitionsvolumen auf Rang sechs und bei der Zahl der angekündigten Deals auf Platz fünf.

In Summe wurden in Osteuropa im vergangenen Jahr 1.958 Unternehmensfusionen oder -käufe (M&A-Transaktionen) und damit um 6,5 Prozent weniger als im Jahr davor angekündigt, geht aus der Studie hervor. Dabei ging vor allem die Zahl der innerhalb der CEE-Region angekündigten Deals um gut ein Viertel zurück, während die Zahl der Transaktionen mit ausländischen Investoren um 14,6 Prozent zulegte. Das Investitionsvolumen belief sich auf 72,3 Mrd. Euro – davon entfielen 51 Mrd. Euro auf ausländisches Geld und rund 21,3 Mrd. Euro (minus 21,3 Prozent) auf solches innerhalb der CEE-Region.

Obwohl die Anzahl der Deals etwas geringer gewesen sei, „ist das ausländische Interesse an der Region nach wie vor groß“, so Helen Rodwell, Leiterin des CMS Büros in Prag. Starke Mittelzuflüsse habe es unter anderem aus Asien gegeben. Mit rund 6,4 Mrd. Euro hat China laut dem Bericht im Vorjahr doppelt so viele M&A-Investitionen in der Region getätigt wie 2018. Auch Japan verdoppelte sein Volumen (plus 112 Prozent gegenüber 2018) auf rund 2,9 Mrd. Euro. Singapur investierte 2019 sogar sieben Mal so viel, wie im Jahr Jahr davor. Unter den westlichen Staaten waren die USA der wichtigste Player, mit 122 angekündigten Deals. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2020)