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Fußball

Trauer um Alfred Körner

Alfred Körner
(c) GEPA pictures/ Christian Ort
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Mit Alfred Körner ist am frühen Donnerstagmorgen der bis dahin älteste lebende Rapid-Spieler nach kurzer Krankheit im 94. Lebensjahr verstorben. Damit ist nur noch ein Spieler vom WM-Team 1954 am Leben.

Wien. Der frühere österreichische Fußball-Nationalspieler Alfred „Fredi“ Körner ist am Donnerstag in der Früh nach kurzer Krankheit im 94. Lebensjahr verstorben. Das gab sein Ex-Club Rapid Wien, für den Körner von 1942 bis 1959 gespielt hatte, am Donnerstag bekannt.

Körner absolvierte 47 Länderspiele für Österreich. Bei der WM 1954 in der Schweiz holte er mit dem ÖFB-Team Rang drei und damit den größten Erfolg der heimischen Fußball-Geschichte. Aus der damaligen Mannschaft war erst am Dienstag „Turl“ Wagner verstorben. Als einziger Spieler aus dem damaligen Endrunden-Kader ist damit Alfred Teinitzer (90) noch am Leben.

Einzigartige 17 Saisonen spielte er für Rapid. In 283 Meisterschaftsspielen traf er insgesamt 157 Mal. Zwei Mal wurde er von der "Sportschau" in das Team der Saison berufen (1947/48 und 1949/50). 1945/46 gewann Körner mit Rapid den österreichischen Cupwettbewerb. 1950/1951 gewann er mit Rapid den Vorgänger des Europacups, den Zentropacup. Im Finale setzten sich die Hütteldorfer gegen Wacker Wien mit 3:2 durch.

Er war „Körner II"

Gemeinsam mit seinem bereits 1989 verstorbenen Bruder Robert bildete der am 14. Februar 1926 geborene Alfred Körner das beste Brüderpaar, das je für Grün-Weiß spielte. Bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz war „Körner II“ Mitglied der rot-weiß-roten Auswahl. Österreich erreichte den dritten Rang und die somit beste Platzierung in der Geschichte des österreichischen Fußballs.

47 Mal spielt er für das Nationalteam, Körner erzielte dabei 14 Treffer. Nach dem Ableben seines Freundes Turl Wagner vor zwei Tagen verstarb mit Fredi Körner der letzte Stammspieler dieser legendären Mannschaft. Mit dem nunmehr 90jährigen Alfred Teinitzer stand damals in der Schweiz ein weiterer ehemaliger Rapid-Spieler im Kader, der allerdings bei dieser WM nicht zum Einsatz kam.

Von 1959 bis 1963 spielte er bei Admira, wo er seine Karriere schließlich ausklingen ließ. Der Ur-Wiener blieb stets an der Seite seines Hütteldorfer Herzensklubs. Bis zuletzt nahm er aktiv am Vereinsleben teil, war Mitglied des Ethikrates, besuchte jedes Heimspiel und war auch regelmäßiger Gast bei allen relevanten Klub-Veranstaltungen. Anlässlich seines 90. Geburtstag wurde der Hauptbewerb des Rapidlaufs, bei dem er von Beginn an das Startsignal gab, in Alfred-Körner-Lauf benannt.

Geschäftsführer Christoph Peschek: „Fredi Körner war einmalig und wird in den Herzen der großen Rapid-Familie weiterleben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren, er wird als einer der größten Persönlichkeiten unserer Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben."