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Pensionslast drückt Gewinn von Ford

Der Nettogewinn des US-Autobauers dürfte um 1,7 Milliarden Euro sinken.
Der Nettogewinn des US-Autobauers dürfte um 1,7 Milliarden Euro sinken.imago images/imagebroker
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Der Nettogewinn des US-Autobauers dürfte um 1,7 Milliarden Euro sinken.

Dearborn. Eine niedrigere Bewertung von Pensionsrückstellungen brockt Ford einen massiven Gewinnrückgang ein.

Im Schlussquartal schlage ein Bewertungsverlust für die Pensionspläne der Mitarbeiter von etwa 2,2 Mrd. Dollar (1,98 Mrd. Euro) zu Buche, teilte der zweitgrößte US-Autobauer am Donnerstag mit. Darin enthalten sei ein Bewertungsverlust von zwei Mrd. Dollar außerhalb der Vereinigten Staaten und von 600 Mio. Dollar weltweit. Dies werde durch einen Bewertungsgewinn von 400 Mio. Dollar in den USA nur zum Teil wettgemacht.

Insgesamt sei der Bewertungsverlust auf niedrigere Diskontierungssätze verglichen mit 2018 zurückzuführen, die teilweise über höhere Vermögenserträge ausgeglichen würden.

Nach Steuern werde die Neubewertung der Pensionspläne den Gewinn im vierten Quartal voraussichtlich um 1,7 Mrd. Dollar verringern. Da es sich dabei um einen Sonderposten handelt, wird das bereinigte operative Ergebnis nicht belastet. Der Bewertungsverlust habe auch keinen Einfluss auf die Liquidität des Autokonzerns und beeinflusse nicht die Rentenbeiträge im laufenden Jahr, hieß es in einer Mitteilung. Genaue Quartals- und Jahreszahlen wird Ford am 4. Februar bekannt geben.

Alle größeren Unternehmen leiden derzeit darunter, dass die Rücklagen für die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter wegen niedriger Zinssätze nicht schnell genug wachsen. (ag)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.01.2020)