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Starker Rückgang bei Falschgeld

Am häufigsten wird der 50-Euro-Schein gefälscht.
Am häufigsten wird der 50-Euro-Schein gefälscht.(c) AFP (DANIEL ROLAND)
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Die höheren Sicherheitsstandards der neuen Scheine wirken offenbar. Laut OeNB wurden im Vorjahr um ein knappes Drittel weniger „Blüten“ aus dem Verkehr gezogen.

Die neuen Scheine zeigen offenbar Wirkung: Laut der am Freitag veröffentlichten Statistik der Österreichischen Nationalbank (OeNB) waren im Vorjahr um 31,8 Prozent weniger gefälschte Banknoten im Umlauf als 2018. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 7977 "Blüten" aus dem Verkehr gezogen.

Am häufigsten wurden noch immer gefälschte 50-Euro-Noten entdeckt. Sie hatten einen Anteil von 46,9 Prozent am Gesamtaufkommen gefälschter Euroscheine. Am zweithäufigsten nach dem "falschen Fuffzger" wurden gefakte 20-Euro-Noten (21,2 Prozent) gefunden, an dritter Stelle folgte der Hunderter mit 19,2 Prozent.

Rückgang im gesamten Euroraum

Laut OeNB wurden im Vorjahr 1,8 Milliarden Geldscheine auf ihre Echtheit und Umlauffähigkeit geprüft. Angesichts dessen sei das Falschgeldaufkommen sehr gering. Als Grund sieht die OeNB die neuen Noten: "Die hohen Sicherheitsstandards der Europa-Serie führen zu einem starken Rückgang des Fälschungsaufkommens in Österreich, ein erfreulicher Effekt der technischen Innovationen des Eurosystem", sagte Nationalbank-Direktor Eduard Schock.

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichten Zahlen zeigen laut OeNB, dass auch im gesamten Euroraum der größte Anteil an sichergestellten Fälschungen in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf die 50- und 20-Euro-Banknoten mit insgesamt rund 70 Prozent entfallen. Insgesamt wurden im Euroraum im Jahr 2019 rund 559.000 Stück gefälschte Banknoten sichergestellt. Der Banknoten-Umlauf des gesamten Eurosystems belief sich am 31.12.2019 auf 1,2927 Billionen Euro.

Wien „führt“ bei Fälschungen

Die meisten Fälschungen wurden mit 35,9 Prozent Anteil in Wien entdeckt. Es folgten die Steiermark mit 14,2 und Niederösterreich mit 11,7 Prozent. Zusammen kamen diese drei Bundesländer auf etwa 62 Prozent aller sichergestellten Geldfälschungen in Österreich.

Einen Rückgang gab es auch beim durch gefälschtes Geld entstandenen Schaden: Im Vorjahr betrug dieser 551.950 Euro. Im Jahr 2018 waren es 641.320 Euro. Das bedeutete einen Rückgang um 89.370 Euro oder 13,9 Prozent.

(APA)