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Wer im Burgenland zuletzt lacht

Nach einem Wahlerfolg am Sonntag wird der burgenländische Landeshauptmann weiter auf der Bundespartei herumreiten.

Früher machten sich die Wiener über die Burgenländer lustig. Was muss ein Burgenländer machen, um auf 0,5 Promille zu kommen? Zwei Tage lang nichts trinken. Was ist ein Skelett, das man im Schilf um den Neusiedler See findet? Ein Burgenländer, der beim Versteckspiel gewonnen hat. Als Gefahrenquelle galten Lampen, weil die Burgenländer nachschauen, ob die Birne reif ist. Bei der Elektrizität haben ja die Ostfriesen einen Vorteil, weil sie beim Stromausfall zum Meer gehen, um etwas Watt zu holen. Der Burgenländer hat nur stets ein Messer dabei, um in den See zu stechen.

Irgendwann gab es umgekehrte Witze. Warum haben die Wiener alle O-Beine? Weil sie ständig auf den Burgenländern herumreiten. In der SPÖ muss man diesen Scherz aber wieder umkehren. Denn nach einem Wahlerfolg am Sonntag wird der burgenländische Landeshauptmann weiter auf der Bundespartei herumreiten.

Für einen realen Witz sorgte jedoch 2014 ein burgenländischer Bodenleger. Er war via Facebook von „Prinz Harry“ beauftragt worden, die Böden des Buckingham-Palasts neu zu verlegen. Allerdings sollte der Burgenländer für die Firmengründung in England erst Geld überweisen, was er auch tat. So ein Fehler würde Burgenländern heute nicht mehr passieren. Denn inzwischen weiß jeder, dass Harry im Buckingham-Palast nichts mehr zu melden hat.  (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.01.2020)