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Bundesheer-Übung: "Hollywood in Allentsteig"

Bundesheeruebung Hollywood Allensteig
Bundesheer-Übung: ''Hollywood in Allensteig''(c) APA (Herbert Neubauer)
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Lautes Geknalle, viel Rauch, zahlreiche "Verletzte" und "Tote" im niederösterreichischen Allentsteig. Rund tausend Soldaten proben zwei Wochen lang den Ernstfall bei einer großen Truppenübung.

Fast filmreif hat sich das Bundesheer am Dienstag bei einer großen Truppenübung im niederösterreichischen Allentsteig gezeigt. Mit lautem Geknalle, viel Rauch, zahlreichen "Verletzten" und "Toten" führten das Jägerbataillon I und das Mistelbacher Aufklärungs- und Artilleriebataillon bei einem Medientag diverse Kampfstellungen gezeigt. Mit den Worten "Hollywood in Allentsteig" kündigte ein Kommandant vor Ort aufwendig inszenierte Fahrzeugkontrollen und eine Kampfszene mit einem Hinterhalt an.

Realitätsnahes Training

In Allentsteig, mit 157 Quadratkilometer das größte Bundesheerübungsgelände, üben zwei Wochen lang rund tausend Soldaten. Die Übung hat den Namen "Kombatt (Kompanie und Batterien)" und ist an einen Einsatz, wie ihn das Bundesheer im Kosovo ausübt, angelehnt. Es werden also Check-Points und diverse Konfliktsituationen simuliert. Für die Übung stehen den Soldaten 35 Panzer, 166 Räderfahrzeuge, sieben Hubschrauber und zwei Flächenflugzeuge sowie 20.000 Semmeln, 15.000 Liter Mineralwasser und 5000 Kilogramm Fleisch und Wurst zur Verfügung. Die Bataillone setzen sich zusammen aus Milizsoldaten und Rekruten.

Grüne "Showtruppe" mit Verlusten

Für den heutigen Medientag wurde zunächst ein Angriff an einem Check-Point inszeniert, bei dem mehrere Panzerfahrzeuge, Hubschrauber und Flugzeuge zum Einsatz kamen. Die Soldaten der internationalen Truppe, die zum Schutz einer Ortschaft, in der eine Minderheit lebt, abgestellt sind, konnten nach einem kurzen Gefecht die Oberhand gewinnen.

Es gab einen "Verletzten". Das Wiener Bataillon führte im Anschluss sehr detailliert einen Hinterhalt vor, bei dem es zu einer heftigen Schießerei mit Knallpatronen kam. Die "Showtruppe" musste aufgrund einer Sprengfalle erhebliche "Verluste" hinnehmen. Zum Einsatz kamen dabei sogenannten Duellsimulatoren, mit denen unterschiedliche Verletzungsgrade nachempfunden werden. Die schauspielreifen Soldaten unterstützten dies mit lauten Rufen wie: "Ich verblute." Trotz genauen Drehbuchs kam es immer wieder zu Störungen der Szenen durch neugierige Beobachter, die lautstark - "verschwindet's da" - aus dem Kamera-Bild gebeten werden mussten. Die Angreifer konnten am Schluss in die Flucht geschlagen werden.

(APA)