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„Babylon Berlin“: Und im Hintergrund rast der Jazz

Der Tanz auf dem Vulkan im Berlin der späten 1920er geht weiter, rechts Kriminalassistentin Lotte Richter (gespielt von Liv Lisa Fries).
Der Tanz auf dem Vulkan im Berlin der späten 1920er geht weiter, rechts Kriminalassistentin Lotte Richter (gespielt von Liv Lisa Fries).(c) Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD
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Exzellente Schauspieler, exzessiver Aufwand: Die dritte Staffel des deutschen Serienjuwels „Babylon Berlin“ führt in die Wochen vor dem Schwarzen Freitag. Auf Sky.

Goldene Zwanziger, Roaring Twenties, Années Folles. Der französische Begriff trifft es wohl am besten: verrückte Jahre. Jetzt, hundert Jahre danach, sind die nostalgischen Gefühle für die 1920er-Jahre besonders groß. Der Jazz, der Stil, die Mode, die Freiheit . . . Wegen der Düsternis, die danach mit der Nazi-Diktatur kam, strahlt die Zeit davor umso heller. In „Babylon Berlin“, der deutschen Vorzeigeproduktion im Seriengenre allerdings ist es meistens bewölkt bis regnerisch. Immerhin spiegeln sich Reklamen für Clubs und Lichtspielhäuser in den nassen Straßen Berlins. Ins Filmmilieu führt auch der Mordfall der dritten Staffel, die nun auf dem Abosender Sky startet. In einem Studio in Neubabelsberg wird eine Schauspielerin Betty Winter während der Dreharbeiten zu ihrem ersten Tonfilm von einem Scheinwerfer erschlagen.