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München

Immer neu anlaufen, um das Grauen zu bannen

Der Künstler Gregor Schneider und die Normalität im Grauen: beim „Essen“ im Geburtshaus von Joseph Goebbels, das er gekauft und später entkernt hat.
Der Künstler Gregor Schneider und die Normalität im Grauen: beim „Essen“ im Geburtshaus von Joseph Goebbels, das er gekauft und später entkernt hat.(c) G. Schneider
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Mit einer neuen Direktorin ist auch die Kunst ins NS-Dokumentationszentrum eingezogen. Die erste Ausstellungs-Intervention kuratierte Nicolaus Schafhausen. Dadurch überlappen sich Zeiten und (Un-)Kulturen.

Wohin man den Kopf auch wendet, verschwimmen hier Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es ist ein seltsamer, jedenfalls bemerkenswerter, beunruhigender Ort, dieses NS-Dokumentationszentrum im Zentrum von München. Der sechsgeschoßige weiße Würfel steht dort, wo einst das ideologische Zentrum des Nationalsozialismus stand, das „Braune Haus“, NSDAP-Parteizentrale am Rand des Königsplatzes. Lange wurde darüber debattiert, was mit dieser Leerstelle des im Krieg zerbombten Hauses geschehen soll. Bis 2005 dauerte die Diskussion. 2015 wurde das NS-Dokumentationszentrum als Lern- und Gedenkraum eröffnet. Begleitet von Debatten über Namen, Leitung, Programmatik.