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Niederösterreichs ÖVP erreicht sechs Mal mehr als 90 Prozent

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SymbolbildAPA/HELMUT FOHRINGER
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In acht Gemeinden trat die ÖVP als einzige Liste an. In Furth a.d. Triesting setzte sie sich gegen die Konkurrenz mit 96,35 Prozent durch. Die schlechtesten Ergebnissen gab es im Süden.

Sieht man von jenen acht Gemeinden ab, in denen die ÖVP bei den niederösterreichischen Gemeinderatswahlen am Sonntag die einzige Liste gestellt hat, ist das 857 Einwohner zählende Furth a.d. Triesting (Bezirk Baden) mit 96,35 Prozent zur neuen "Hochburg" geworden. Auch in fünf weiteren Gemeinden stand ein "9er" vor dem Ergebnis der Volkspartei.

Das "Team ÖVP Furth" erzielte alle 15 Mandate. Die SPÖ (3,65 Prozent) ist im künftigen Gemeinderat nicht mehr vertreten. 91,57 Prozent erreichte die Volkspartei in St. Georgen a.d. Leys (Bezirk Scheibbs), 91,32 Prozent waren es in Falkenstein (Bezirk Mistelbach).

Schlechteste Ergebnisse im Süden

Eine niederösterreichische Gemeinde, in der Aufholbedarf besteht, ist seit Sonntag in erster Linie Zillingdorf (Bezirk Wiener Neustadt), wo die Liste JVP mit nur 3,49 Prozent den Wiedereinzug in den Gemeinderat verpasst hat. In Traiskirchen und Trumau (jeweils Bezirk Baden) musste sich die ÖVP mit 10,44 bzw. 10,73 Prozent begnügen. Die sechs Gemeinden mit den schlechtesten Ergebnissen der Volkspartei lagen allesamt im Süden des Bundeslandes.

Die am kommunalen Wahlsonntag einigermaßen gebeutelte SPÖ durfte sich in Ebenfurth über 85,14 Prozent freuen. In der Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt hat der frühere Klubobmann im niederösterreichischen Landtag, Alfredo Rosenmaier, seit 1996 das Amt des Bürgermeisters inne. Die Plätze zwei und drei im Ranking der SPÖ-"Hochburgen" nehmen Waidmannsfeld (Bezirk Wiener Neustadt) und Klein-Neusiedl (Bezirk Bruck a.d. Leitha) mit 84,88 bzw. 82,49 Prozent ein. Am unteren Ende der Skala stehen das erwähnte Furth a.d. Triesting, Ertl (Bezirk Amstetten) mit 4,27 und Engelhartstetten (Bezirk Gänserndorf) mit 4,60 Prozent.

Die Waldviertel-Gemeinde Bad Großpertholz (Bezirk Gmünd) wurde mit 28,64 Prozent (plus 19,51 Prozentpunkte) zur neuen "Nummer eins" der FPÖ auf kommunaler Ebene und löste St. Corona am Wechsel (Bezirk Neunkirchen) ab, wo diesmal 26,09 Prozent als Ergebnis standen. In Trattenbach (Bezirk Neunkirchen) votierten 25,71 Prozent für die Freiheitlichen, die in Fischamend (Bezirk Bruck a. d. Leitha) mit 1,30, in Obersiebenbrunn (Bezirk Gänserndorf) mit 2,04 und in Eichgraben (Bezirk St. Pölten) mit 2,13 Prozent ihre schlechtesten Ergebnisse einfuhren.

Die Grünen verpassten in Marchegg (Bezirk Gänserndorf) mit 29,36 Prozent nur knapp "einen '3er' vorne". In Grafenegg (Bezirk Krems) erreichten sie 26,63 , in der Bezirksstadt Mödling 26,54 Prozent. Den geringsten Zuspruch gab es in Leopoldsdorf im Marchfeld (Bezirk Gänserndorf) mit 2,15 Prozent, gefolgt von Schrems (Bezirk Gmünd) und Schwarzenau (Bezirk Zwettl) mit 3,41 bzw. 4,03 Prozent.

Die Neos wurden bei den Gemeinderatswahlen in vier Gemeinden zweistellig: in Michelbach (Bezirk St. Pölten) mit 16,99 Prozent, gefolgt von Bisamberg (Bezirk Korneuburg) mit 14,62, Pyhra (Bezirk St. Pölten) mit 13,82 und Willendorf (Bezirk Neunkirchen) mit 12,75 Prozent. Stockerau im Bezirk Korneuburg, wo bereits im März 2019 gewählt worden war, bildet mit 2,03 Prozent das Schlusslicht in der Liste der pinken Ergebnisse. Am Sonntag waren es Amstetten (2,23 Prozent), Wiener Neustadt (2,30) und Laa a.d. Thaya im Bezirk Mistelbach (2,37).

"Miteinander für Laab" war bei den niederösterreichischen Gemeinderatswahlen die erfolgreichste unabhängige Liste. MFL erreichte in der Gemeinde im Bezirk Mödling 73,47 Prozent.

(APA)