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Europa

Athen schickt Migranten in Türkei zurück

Neues Asylrecht erleichtert rasche Abschiebungen.

Athen. Erstmals seit Monaten hat Griechenland in den vergangenen Tagen Dutzende abgelehnte Asylbewerber in die Türkei zurückgeschickt. Dies teilte am Montag der stellvertretende Regierungschef Adonis Georgiadis mit. „Wir schicken etwa 30 Migranten pro Tag zurück. Die Türkei hat sie aufgenommen.“

Damit setze Athen ein neues Gesetz in die Tat um, mit dem die Asylverfahren beschleunigt werden, teilte Georgiadis weiter mit. Am 1. Jänner war in Griechenland ein neues Gesetz in Kraft getreten, mit dessen Hilfe Asylanträge schneller bearbeitet werden können. Entscheidender Punkt des neuen Asylgesetzes: Wer gegen die Ablehnung seines ersten Asylantrags berufen will, muss dies mit einem juristischen Gutachten begründen. Bisher konnten Migranten mit einem einfachen vorgedruckten Antrag ihren Wunsch äußern und damit ihre Abschiebung um Monate verzögern. Humanitäre Organisationen kritisieren dieses Vorgehen Griechenlands. (DPA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.01.2020)