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Öffentliche Gesundheit

Coronavirus: Einsatzstab tagte im Innenministerium

CORONAVIRUS: LAGEBESPRECHUNG IM INNENMINISTERIUM: NEHAMMER / ANSCHOBER / LANG
Anschober (hinten Mitte, braunes Sakko) und Nehammer (vorne l.) bei der Besprechung des Einsatzstabs im InnenministeriumAPA/ROLAND SCHLAGER
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Gesundheitsminister Anschober rät Patienten, bei hohem Fieber jedenfalls einen zu Arzt rufen und keine Massenbeförderungsmittel benutzen, sondern zuhause zu bleiben.

Im Innenministerium in Wien hat am Montagnachmittag der Einsatzstab zum Coronavirus getagt. Mit dabei waren alle Ministerien, Vertreter der Blaulichtorganisationen und der Bundesländer. Die Lage in Österreich sei derzeit ruhig, es bestehe kein Grund zur Sorge, Österreich sei zudem sehr gut vorbereitet, hieß es im Anschluss bei einem Pressestatement.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betonte, dass mit den drei bestätigten Fällen in Frankreich das Coronavirus zwar in Europa angekommen sei, dies sei aber "kein Grund für Panik". Vielmehr sei es ein Grund für erhöhte Vorsicht und gute Vorbereitung für einen etwaigen Erkrankungsfall. Österreich sah er dafür gut gerüstet, man könne "nicht besser vorbereitet sein". Man sei außerdem "sehr gut eingebettet in die europäischen Gesundheitsbehörden". Es gebe laufende Abstimmungen, Information und Kommunikation, betonte Anschober. Aktuell gibt es in Österreich drei Verdachtsfälle - zwei in Wien und einen in Klagenfurt.

Tägliche Statistik geplant

Das Innenministerium ist für die Koordination der zivilen Sicherheit zuständig, weshalb der Einsatzstab auch dort tagte. Einberufen wurde er vom stellvertretenden Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Lang. "Alle relevanten Gruppen innerhalb der Republik sind zusammengekommen", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). "Österreich hat schon sehr viele Herausforderungen dieser Art erlebt und gemeistert", betonte Nehammer.

Gesundheitsminister Anschober vertraut darauf, dass die chinesischen Behörden die Causa ernst nehmen und betonte auch, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO an Ort und Stelle in China sei. Er habe keine "gegenteilige Annahme, dass die Zahlen nicht stimmen", meinte er in Hinblick auf die Informationen der chinesischen Behörden. Auch mit der chinesischen Botschaft in Wien gebe es eine "gute Kooperation", betonte Anschober.

Künftig will das Gesundheitsministerium jeden Tag eine Statistik über Verdachtsfälle veröffentlichen. Hilfreich sei hier auch die am Samstag erlassene Verordnung gemäß dem Österreichischem Epidemiegesetz, wonach das neuartige Coronavirus einer Anzeigepflicht unterworfen wird. "Informationen sind derzeit das wichtigste" betonte Anschober. Dass die Zahl der Verdachtsfälle ansteigen könne, wäre "keine Überraschung", insbesondere da die Symptome auch der Grippe ähneln. Patienten sollen bei hohem Fieber jedenfalls "einen Arzt rufen und keine Massenbeförderungsmittel benutzen, sondern zuhause bleiben", riet Anschober.

(APA)