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Wie die AfD von der FPÖ-Krise profitiert

Herbert Kickl in Berlin mit AfD-Fraktionschefin Alice Weidel.
Herbert Kickl in Berlin mit AfD-Fraktionschefin Alice Weidel.APA/dpa/Carsten Koall
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Herbert Kickl sucht in Berlin den „Schulterschluss“ mit der AfD. Man tauscht sich aus. Auch personell. Nach dem Aus von Türkis-Blau wechselten einige FPÖ-Mitarbeiter nach Berlin.

Berlin. Als Herbert Kickl Dienstagmittag im sechsten Stock des Jakob-Kaiser-Hauses zur Pressekonferenz eilte, vorbei an den Büros von AfD-Abgeordneten und deren Mitarbeitern, hätte es durchaus sein können, dass der FPÖ-Klubchef Parteifreunden aus Wien begegnet. Denn für manche Freiheitlichen ist die AfD mehr als ein Partner. Sie ist Arbeitgeber. Nach „Presse“-Informationen wechselten mehrere Freiheitliche nach dem Kollaps der türkis-blauen Regierung als Mitarbeiter in die AfD-Bundestagsfraktion.

Die Zahl der Neuankömmlinge aus Wien schätzen zwei AfD-Parteigänger mit Einblick unabhängig voneinander auf „mindestens fünf“ und bis zu zehn. Dazu zählt ein Kabinettsmitarbeiter im damals FPÖ-geführten Sozialministerium, der nun für einen AfD-Mandatar arbeitet. Und Co-Fraktionschefin Alice Weidel hat schon länger einen deutschen Pressemann, der davor für FPÖ-Politiker gesprochen hat.