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Auszug aus Brüssel

Ein Ende ohne Schrecken

Labour-Mandatare beim emotionalen Abschied.
Labour-Mandatare beim emotionalen Abschied.(c) APA/AFP/YVES HERMAN (YVES HERMAN)
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In der EU-Hauptstadt waren die Briten seit dem Referendum praktisch abgemeldet. Nun sind sie ganz weg.

Die Ironie der Tagesordnung: Der letzte Ministerrat, an dem am Dienstag nach 47Jahren Mitgliedschaft in der europäischen Familie ein britischer Regierungsvertreter teilnahm, befasste sich unter anderem mit der Konferenz über die Zukunft der EU. Europaminister Christopher Pincher nahm bei der Sitzung des Rats für Allgemeine Angelegenheiten zwischen seinen Amtskollegen aus der Slowakei und Malta Platz; nach deren Ende verließ er den Saal ohne sichtliche Gemütsregung.

Emotionaler ging es einen Tag darauf bei der allerletzten Brüsseler Sitzung der nationalen Diplomaten zu, an der die Briten teilnahmen. Katrina Williams, die stellvertretende EU-Botschafterin des Vereinigten Königreichs, habe eine bewegende Abschiedsrede gehalten. So manche Träne sei vergossen worden, verlautete es aus Kreisen beteiligter Diplomaten. „Geschichte“, teilte Williams am Mittwoch um 14.36 Uhr via Twitter mit. „Schalte zum allerletzten Mal das UK-Mikrofon ab. Over and out . . .“